Bewegung kann die Beine vor Krampfadern schützen

(mpt-14/48054). Gerade wer fürchtet, leicht Krampfadern zu bekommen, weil es in seiner Familie eine erbliche Disposition gibt, sollte frühzeitig vorsorgen. Doch auch, wenn unter der Haut, insbesondere an den Unterschenkeln, bereits Krampfadern zu erkennen sind, wenn Besenreiser Oberschenkel und Waden überziehen oder wenn die Beine abends müde und schwer sind, kann man noch eine Menge tun, um diese Entwicklung in den Griff zu bekommen. Entscheidend ist, dass die ersten Anzeichen nicht ignoriert werden. Vielmehr ist in dieser Situation der Gang zum Hausarzt oder zum Phlebologen angeraten.

Einfache Mittel können viel bewirken

Im Anfangsstadium lässt sich in Sachen Krampfadern auch mit einfachen Mitteln noch einiges erreichen. Schon am frühen Morgen kann der Anti-Krampfadern-Plan in die Tat umgesetzt werden. Zum Beispiel mit einer kühlen Dusche zur Erfrischung der Beine. Ist man erst einmal daran gewöhnt, mag man den morgendlichen Frischeguss kaum mehr missen. Anschließend die Beine sanft frottieren. Ein kühlendes Gel mit Menthol ist im Anschluss ans Duschen eine Wohltat, von der die Beine noch eine ganze Weile munter bleiben. Übrigens: Viel zu trinken – Wasser, Saftschorlen und Kräutertee – tut den Venen ebenfalls gut.

Bewegung und Kompressionsstrümpfe

Das venöse System muss das sauerstoffarme Blut entgegen der Schwerkraft zum Herzen befördern. Dazu braucht es die Unterstützung der Muskulatur in den Waden, der Wadenmuskelpumpe. Denn die drückt das Blut nach oben. Es würde jedoch zurücksacken, sobald die Anspannung sich verringert, wenn es keine Venenklappen gäbe. Diese kleinen Klappen sitzen innen an den Wänden der Gefäße und verschließen wie ein Rückschlagventil Abschnitte der Venen, wenn das Blut beginnt, in Richtung der Füße zu fließen. Wenn die Venen zu Krampfadern verkrümmt sind, können die Venenklappen allerdings nicht mehr oder zumindest nicht mehr einwandfrei schließen. Das Blut fließt zurück und staut sich in den Beinen.

Druck und Bewegung

Um die Wadenmuskelpumpe in Schwung zu bringen, ist Bewegung ein guter Tipp. Bewegt man sich, funktioniert nämlich die Wadenmuskelpumpe besonders gut. Langes Sitzen oder Stehen hingegen hilft den Beinen nicht: Das Blut kann sich stauen. Medizinische Kompressionsstrumpfhosen und -strümpfe üben in dieser Situation einen genau definierten Druck aus – auf die Beine und die erweiterten Gefäße. So wird der Venendurchmesser verengt. Das Ergebnis: Die Venenklappen schließen besser.

Auf Rezept: Kompressionsstrümpfe

Bei Krampfadern – die Diagnose lautet Varikosis – werden Kompressionsstrümpfe vom Arzt verschrieben. Beim allerersten Rezept kann der Arzt zwei Paar Strümpfe oder auch Strumpfhosen verordnen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten in den meisten Fällen. Die Strümpfe müssen regelmäßig getragen und gewaschen werden. Später kann man sich alle sechs Monate ein Paar Strumpfhosen oder Strümpfe verschreiben lassen.

Auf einen Blick: Tipps gegen Krampfadern

– Schon beim ersten Verdacht zum Phlebologen oder zum Hausarzt gehen.
– Eine kühle Dusche am Morgen erfrischt die Beine.
– Danach wirkt ein kühlendes Gel sehr angenehm.
– Viel Kräutertee, Saftschorlen und Wasser trinken – das tut gut.
– Wandern, Schwimmen und Radeln sorgen für gesunde und wohltuende Bewegung.
– Konsequent die verschriebenen Kompressionsstrümpfe tragen.
– Weitere Tipps und Informationen bietet http://www.krampfadern.info.

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