Beste Qualifikation für Herzmediziner sichert hohe Standards in der Patientenversorgung

Berlin, 11. Oktober 2017 – Die kardiovaskuläre Medizin ist ein besonders dynamisches Fachgebiet, in dem sich das verfügbare evidenzbasierte Wissen laufend vervielfacht. Allein zwischen 2001 und 2010 verdreifachte sich die Zahl wissenschaftlicher Publikationen aus der Herz-Kreislaufmedizin von etwa 5.000 auf mehr als 15.500, wie eine im Vorjahr veröffentlichte weltweite Analyse zeigt. „Der Aus-, Weiter- und Fortbildung in unserem Fachgebiet, in dem immer mehr therapeutische Optionen immer mehr Patientengruppen angeboten werden können, kommt daher eine ständig wachsende Bedeutung zu“, sagt Prof. Norbert Frey (Kiel), Vorsitzender der Akademie für Aus- Weiter- und Fortbildung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). „Es ist ein sehr hohes Maß an fachlicher Expertise gefordert, um eine optimale Versorgung der wachsenden Zahl von Herzpatienten sicherzustellen.“ Dies unterstützt und fördert die DGK-Akademie mit ihrem vielfältigen Programm. Auch werde, so Prof. Frey, von gesundheitspolitischen Akteuren zunehmend der Nachweis spezifischer Qualifikationen eingefordert, sowohl von Behandlern als auch von behandelnden Einrichtungen.

Ein wichtiges Merkmal der Akademie-Aktivitäten ist es, hochwertige industrieunabhängige Aus- und Weiterbildung anzubieten, betont Prof. Frey. „Wir stellen hier ein für die Teilnehmer leistbares, zunehmend auch regionalisiertes, Akademieprogramm sicher.“

Laufender Ausbau der Angebote

Das Fortbildungs-Programm der DGK-Akademie wird laufend ausgebaut. „Neu ist zum Beispiel ein Curriculum zum Thema Herzinsuffizienz, was der wachsenden Bedeutung dieser Erkrankung gerecht wird“, so Prof. Frey. Herzschwäche ist inzwischen die häufigste Einzeldiagnose bei vollstationär behandelten Patienten. Damit setzt sich ein seit Jahren beobachtbarer Trend fort: Lag die Erkrankungshäufigkeit 1995 noch bei 275 Fällen pro 100.000 Einwohner, stieg der Wert bis 2015 auf 541 an, wie der Deutscher Herzbericht 2016 zeigt. Das ist eine Steigerung um 96,72 Prozent, also nahezu eine Verdoppelung.

Weitere neue Curricula stehen kurz vor der Einführung, etwa für Sportmedizin, Schlafmedizin und Intensivmedizin.

Europa-Examen für junge Kardiologen

Neuerdings ist es auch in Deutschland möglich, das Europäische Kardiologie-Examen zu absolvieren: Die DGK stellt die notwendigen organisatorischen Strukturen dafür sicher. Prof. Frey: „Junge Kardiologen können so ihren Wissensstand im europäischen Vergleich bestimmen und gleichzeitig eine bessere professionelle Mobilität innerhalb Europas sicherstellen. Es ist vorgesehen, dass das Europa-Examen vor der Abschlussprüfung zum deutschen Facharzt absolviert wird. Interessenten können sich bereits anmelden, wir gehen von ersten Prüfungsterminen im ersten Halbjahr 2018 aus.“

Quelle: Biglu et al. Cardiovascular diseases in the mirror of science. J Cardiovasc Thorac Res. 2016; 8(4): 158–163.

Informationen:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie
Pressesprecher: Prof. Dr. Eckart Fleck (Berlin)
Hauptstadtbüro der DGK: Leonie Nawrocki, Tel.: 030 206 444 82
Pressestelle: Kerstin Kacmaz, Tel.: 0211 600 692 43
presse@dgk.org
B&K–Bettschart&Kofler Kommunikationsberatung, Dr. Birgit Kofler, Tel.: 030 700159676
kofler@bkkommunikation.com

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 10.000 Mitgliedern. Sie ist die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder und die Erstellung von Leitlinien. Weitere Informationen unter www.dgk.org

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