Beste Jobaussichten und High-Tech-Medizin – Aktionstag in Mainz stellt MTRA-Beruf vor

Kräftig gesurrt haben muss es am Nachmittag des achten Novembers in Würzburg anno 1895, als Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannte Strahlung entdeckte. Aus dieser Entdeckung entwickelte sich nicht nur bald eine eigene Fachrichtung, die Radiologie, sondern auch das Berufsbild der Medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA). Der Beruf ist spannend, verantwortungsvoll und bietet beste Berufsaussichten, ist aber auch leider wenig bekannt. Der Deutsche Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e.V. (dvta), die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) und die Vereinigung Medizinisch-Technischer Berufe in der DRG (VMTB) starten daher in diesem November wieder die MTRA-Aktionstage, um für die MTRA-Ausbildung zu werben. Bereits im dritten Jahr in Folge heißt es dann an zehn bundesweiten Standorten „Schau rein, was für Dich drinsteckt“.

Die staatliche Lehranstalt für MTRA an der Universitätsmedizin Mainz lädt am Samstag, 19. November von 11 bis 15 Uhr Realschüler und Gymnasiasten ein, die spannende Welt der Radiologie kennenzulernen (Besucheranschrift: Langenbeckstraße 1, Gebäude 505 / Zi. 204). Das vielfältige Berufsbild und die Ausbildung zur/m MTRA werden in Vorträgen und Präsentationen vorgestellt – denn MTRA arbeiten nicht „nur“ im Bereich der radiologischen Diagnostik, sondern auch in der interventionellen Radiologie, der Nuklearmedizin und der Strahlentherapie. Bei Führungen durch die einzelnen Abteilungen in der Universitätsmedizin wird anschaulich an den beeindruckenden Geräten demonstriert, womit ein/e MTRA täglich zu tun hat, zum Beispiel mit dem Anfertigen von Röntgenaufnahmen. Natürlich gibt es auch Gelegenheit, in persönlichen Gesprächen Fragen rund um Ausbildung und Beruf zu stellen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Beste Perspektiven
Medizinisch-technische Radiologieassistenten sind am Arbeitsmarkt gefragt wie nie. Und die Aussichten bleiben in den kommenden Jahren gut. Das Deutsche Krankenhausinstitut prognostiziert sogar einen weiter steigenden Bedarf. „Der derzeitige Fachkräftemangel ist für einen Berufseinsteiger eine ideale Startposition. Wir können uns fast aussuchen, wo wir arbeiten möchten, und haben dadurch bessere Möglichkeiten als andere Berufsanfänger“, berichtet Tobias Terschluse, der vor kurzem mit der MTRA-Ausbildung fertig geworden ist und seit August in der Radiologie des Universitätsklinikums Essen arbeitet. Grund genug, das Berufsbild unter den Schulabgängern bekannter zu machen.

High-Tech-Medizin für Menschen
Der Beruf ist vom unmittelbaren Umgang mit dem Patienten und mit der modernsten Medizintechnik geprägt. „MTRA brauchen ähnlich viel Empathie, also Mitgefühl und Verständnis, wie eine Krankenschwester oder ein Arzt auch. Das ist kein Beruf für Leute, die sich hinter einem Gerät verstecken wollen. Sie haben viel Zugang zum Patienten. Hinzu kommt das technische Grundverständnis, das man als MTRA braucht, um die komplexen medizinischen Geräte zu bedienen“, so Prof. Dr. Michael Forsting, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft und Institutsdirektor in Essen.
Gerade diese Spannung zwischen Mensch und Technik macht für Tobias Terschluse den Beruf so interessant: „Für mich ist es spannend, den Fortschritt auf diesem Gebiet zu sehen: Es gibt immer Weiterentwicklungen in der Bildgebung, immer wieder neue Untersuchungsmethoden. So etwas mitzuerleben und sich diesem Fortschritt zu stellen, immer wieder neue Sachen zu lernen, das ist für mich die Herausforderung und gleichzeitig das Spannende an der Radiologie.“

Ausbildung in Mainz
Die Ausbildung zur/m MTRA dauert drei Jahre und findet an der staatliche Lehranstalt für MTRA an der Universitätsmedizin Mainz statt. Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss (10. Klasse). Die Bewerbungsunterlagen nimmt die Schule bis Januar entgegen. Vorteilhaft sind gute Noten in Mathematik, Physik und Biologie. Die Bewerbungsgespräche finden in der Regel im Dezember, Januar und Februar statt, danach erfolgt die Platzvergabe durch die Schule. Ausbildungsbeginn ist jeweils am 1. Oktober.
Im ersten Semester findet überwiegend theoretischer Unterricht in der Schule statt. Danach können die erworbenen Kenntnisse in der praktischen Ausbildung in verschiedenen Abteilungen der Universitätsmedizin Mainz angewendet werden. Weitere Informationen zur Bewerbung und Ausbildung finden Interessenten auf der Homepage der Schule unter .

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Pressekontakt

Deutsche Röntgengesellschaft e.V.
Anja Johenning
Ernst-Reuter-Platz 10
10587 Berlin
Tel. 0 30/91 60 70-17
E-Mail johenning@drg.de

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