Beste Jobaussichten und High-Tech-Medizin – Aktionstag in Berlin stellt MTRA-Beruf vor

Kräftig gesurrt haben muss es am Nachmittag des achten Novembers in Würzburg anno 1895, als Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannte Strahlung entdeckte. Aus dieser Entdeckung entwickelte sich nicht nur bald eine eigene Fachrichtung, die Radiologie, sondern auch das Berufsbild der Medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA). Der Beruf ist spannend, verantwortungsvoll und bietet beste Berufsaussichten, ist aber auch leider wenig bekannt. Der Deutsche Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e.V. (dvta), die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) und die Vereinigung Medizinisch-Technischer Berufe in der DRG (VMTB) starten daher in diesem November wieder die MTRA-Aktionstage, um für die MTRA-Ausbildung zu werben. Bereits im dritten Jahr in Folge heißt es dann an zehn bundesweiten Standorten „Schau rein, was für Dich drinsteckt“ – unter anderem in Berlin.

Der Lette-Verein Berlin, die Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg e.V. und das Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn laden gemeinschaftlich am Samstag, 19. November von 11 bis 15 Uhr Realschüler und Gymnasiasten ein, die spannende Welt der Radiologie kennenzulernen. Veranstaltungsort ist das Institut für Radiologie am Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn (ukb) in der Warener Str. 7. Die MTRA-Ausbildung und der Beruf werden in Vorträgen und Präsentationen vorgestellt, und in Rundgängen und Führungen lernen die Besucher die Arbeitsplätze in der Angiographie, Magnetresonanztomographie, Computertomographie und in der Röntgendiagnostik direkt vor Ort kennen. Eine Attraktion sind mit Sicherheit die Vorführungen an den beeindruckenden Geräten. Natürlich gibt es auch Gelegenheit, in persönlichen Gesprächen Fragen rund um Ausbildung und Beruf zu stellen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Beste Perspektiven
Medizinisch-technische Radiologieassistenten sind am Arbeitsmarkt gefragt wie nie. Und die Aussichten bleiben in den kommenden Jahren gut. Das Deutsche Krankenhausinstitut prognostiziert sogar einen weiter steigenden Bedarf. „Der derzeitige Fachkräftemangel ist für einen Berufseinsteiger eine ideale Startposition. Wir können uns fast aussuchen, wo wir arbeiten möchten, und haben dadurch bessere Möglichkeiten als andere Berufsanfänger“, berichtet Tobias Terschluse, der vor kurzem mit der MTRA-Ausbildung fertig geworden ist und seit August in der Radiologie des Universitätsklinikums Essen arbeitet. Grund genug, das Berufsbild unter den Schulabgängern bekannter zu machen.

High-Tech-Medizin für Menschen
Der Beruf ist vom unmittelbaren Umgang mit dem Patienten und mit der modernsten Medizintechnik geprägt. „MTRA brauchen ähnlich viel Empathie, also Mitgefühl und Verständnis, wie eine Krankenschwester oder ein Arzt auch. Das ist kein Beruf für Leute, die sich hinter einem Gerät verstecken wollen. Sie haben viel Zugang zum Patienten. Hinzu kommt das technische Grundverständnis, das man als MTRA braucht, um die komplexen medizinischen Geräte zu bedienen“, so Prof. Dr. Michael Forsting, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft und Institutsdirektor in Essen.
Gerade diese Spannung zwischen Mensch und Technik macht für Tobias Terschluse den Beruf so interessant: „Für mich ist es spannend, den Fortschritt auf diesem Gebiet zu sehen: Es gibt immer Weiterentwicklungen in der Bildgebung, immer wieder neue Untersuchungsmethoden. So etwas mitzuerleben und sich diesem Fortschritt zu stellen, immer wieder neue Sachen zu lernen, das ist für mich die Herausforderung und gleichzeitig das Spannende an der Radiologie.“

Ausbildung in Berlin
Die Ausbildung zur/m MTRA dauert drei Jahre. In Berlin bilden z.B. die Akademie der Gesundheit e.V. in Buch und der Lette-Verein in Schöneberg zur/m MTRA aus. Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss (10. Klasse). Vorteilhaft sind gute Noten in Mathematik, Physik und Biologie. Die Ausbildung findet zum einen Teil als fachpraktischer und theoretischer Unterricht in der Schule statt, zum anderen Teil durch Praxissemester an radiologischen Kliniken oder Praxen, in denen die erworbenen Kenntnisse angewendet werden können. Weitere Informationen zu Bewerbung und Ausbildung finden Interessenten auf den Homepages der Schulen unter und .

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Pressekontakt

Deutsche Röntgengesellschaft e.V.
Anja Johenning
Ernst-Reuter-Platz 10
10587 Berlin
Tel. 0 30/91 60 70-17
E-Mail johenning@drg.de

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