Bestattung unter Bäumen: das Baumgrab

mpt-190) Die klassische Erdbestattung auf einem Friedhof ist nicht mehr das Maß der Dinge. Was lange Zeit Usus war, wird immer öfter durch eine sogenannte Baumbestattung abgelöst. Diesen Trend bestätigt auch eine Forsa-Umfrage, die im Auftrag des hessischen Friedhofbetreibers FriedWald http://www.friedwald.de durchgeführt wurde. Jeder vierte Deutsche bevorzugt demnach eine Beisetzung im Wald. Diese Möglichkeit bietet das Unternehmen seit mehr als zehn Jahren. Mittlerweile werden 41 Wälder in ganz Deutschland angeboten. Auf einer Fläche, die fast 3.000 Fußballfelder misst, haben sich schon mehr als 28.000 Menschen beisetzen lassen. Das Anrecht auf den gewünschten Baum haben viele von ihnen bereits zu Lebzeiten erworben.

Naturbelassenes Areal für die nächsten 99 Jahre

Die Vorstellung ist beruhigend, dass der Baum, der irgendwann mein Beisetzungsplatz sein wird, mich noch eine Zeit lang durchs Leben begleiten wird. Dass ich ihn beobachten, begreifen und wachsen sehen kann, so wie später meine Freunde und Angehörigen, die sich in seiner Nähe an mich erinnern werden“, so erklärt Petra Bach, FriedWald-Geschäftsführerin, die Ambitionen vieler Baumbesitzer. Um in einem FriedWald bestattet werden zu können, muss man sich für die Einäscherung entscheiden. Die Urne wird dann an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Getragen werden die Wälder von den Kommunen, das naturbelassene Areal ist auf 99 Jahre angelegt, somit ist das waldschonende Konzept gesichert. Die Wälder liegen allesamt in einer ruhigen aber gut erreichbaren Gegend.

Wie eine Bestattung im FriedWald vonstattengeht, bleibt den Wünschen der Verstorbenen und der Angehörigen überlassen. So kann eine christliche Beisetzung ebenfalls durchgeführt werden, wie eine Beisetzung ohne geistlichen Beistand. Direkt am Baum wird ein Namensschild angebracht, damit die Hinterbliebenen die Stelle auch finden können. Um eine Grabpflege muss man sich nicht kümmern, dies übernimmt die Natur.

Ein Baum zusammen mit anderen oder alleine

Ein Grab im FriedWald kostet zwischen 770 und 5.850 Euro. Hierbei kommt es darauf an, ob man eines von zehn Einzelgräbern an einem Gemeinschaftsbaum wählt, oder einen einzelnen Baum. Die Kosten für ein Baumgrab kann man auch bequem per Raten bezahlen. Um den FriedWald und das Konzept kennenzulernen, stehen kostenlose Führungen zur Verfügung, die von verantwortlichen Förstern durchgeführt werden. Dieser erklärt einem auch, wie man sich am besten ein Baumgrab aussucht, wie eine Beisetzung vonstattengehen kann und wie es um die Sicherheit bestellt ist. Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 06155-848 200 erhältlich. Hierbei kann man sich auch die aktuellen Führungstermine geben lassen.

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