Best MINT auf Erfolgskurs

Rund um die Uhr und bequem von zuhause aus können Studieninteressierte testen, welcher technische Studiengang der Technischen Hochschule Nürnberg am besten für sie geeignet ist. Möglich machen das Online-Self-Assessments, die im Rahmen des Projekts des bayerischen Wissenschaftsministeriums „Best MINT: Erfolgreicher MINT-Abschluss an bayerischen Hochschulen“ entwickelt wurden. Ziel des bayernweiten Projekts ist es, die hohen Abbruchquoten in den so genannten MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – zu senken. Hier ist das Nürnberger Modell als Best-Practice-Modell erfolgreich. Vom Erfolg überzeugten sich heute der bayerische Wissenschaftsminis-ter Dr. Wolfgang Heubisch und der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Arbeitgeberver-bände bayme vbm vbw, Bertram Brossardt

Das Best-MINT-Projekt der Technischen Hochschule Nürnberg orientiert sich am „Student Life Cycle“ und bietet eine Vielzahl von ineinandergreifenden und aufeinander aufbauenden Maßnahmen an. „Schon vor Beginn des Studiums beraten wir Studieninteressierte und bereiten sie auf ihr jeweiliges Studienfach vor. Im Studium setzt sich diese Betreuung in den Fakultäten und unserem Servicezentrum Studium fort – und auch auf dem Weg ins Berufsleben coachen wir unsere Studierenden“, erläutert Vizepräsidentin Prof. Dr. Susanne Weissman. „Dabei setzen wir vor allem auf moderne Kommunikationswege, da sie zeitgemäß, zielgruppengerecht und besonders niederschwellig sind.“ Der Erfolg gibt dem Nürnberger Modell recht: Die Studienerfolgsquote liegt infolge der gezielten Maßnahmen bei mehr als 70 % und ist damit höher als der bundesweite Durchschnitt im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich.

Davon zeigte sich der Bayerische Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch beeindruckt und versprach: „Mit unserer Initiative „Erfolgreicher MINT-Abschluss an bayerischen Hochschulen“ knüpfen wir an gelungene Projekte an den Hochschulen an, um sie in die Qualitätssicherung einzubinden und als Best-Practice-Beispiele bekannt zu machen. Wir wollen die Angebote zur Verbesserung der Qualität der Lehre bündeln, die Hochschulen vernetzen und die Nachhaltigkeit si-chern.“

Und auch Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Arbeitgeberverbände bayme vbm vbw, lobt das Best-MINT-Projekt: „Die bayerische Wirtschaft braucht hochqualifizierte MINT-Absolventen. 2035 werden nach unseren Berechnungen 230.000 Hochschulabsolventen auf dem bayerischen Arbeitsmarkt fehlen. Die bayerischen Arbeitgeberverbände weisen seit Jahren auf den Zusammenhang zwischen Fachkräftemangel und Studienabbruch hin: Mehr MINT-Studierende erfolgreich zum Abschluss zu führen, ist ein unerlässlicher Schritt zu mehr Fachkräften. Der Schlüssel, um Studienabbruch zu vermeiden, sind aus unserer Sicht die Studien- und Rahmenbedingungen. Nur wer unter optimalen Rahmenbedingungen studiert, wird sein Studium erfolgreich beenden und die notwendigen Kompetenzen erwerben, die für einen späteren Beruf wichtig sind. Darum haben wir bereits 2008 das Projekt „Wege zu mehr MINT-Absolventen“ initiiert und engagieren uns jetzt aus Überzeugung im Nachfolge-Projekt des bayerischen Wissenschaftsministerium best MINT. Das heute besuchte Nürnberger Teilprojekt setzt hier genau die richtigen Akzente.“

Betreuung wird groß geschrieben
Die einzelnen Maßnahmen des Best-MINT-Projekts an der Technischen Hochschule Nürnberg reichen von der Smartphone-App für Schülerinnen und Schüler über die Online-Self-Assessments bis zum Career Service:

Smartphone-App „studierBAR“: Mitte Februar stellte die Technische Hochschule Nürnberg mit der „studierBAR“ die bundesweit erste Hochschul-App für Schülerinnen und Schüler vor. Die App gibt einen spielerischen Überblick über alle Bachelorstudiengänge der Hochschule und bietet einen schnellen und unkomplizierten ersten Überblick.

Online-Self-Assessments: Mit den Online-Self-Assessments können Studieninteressierte orts- und zeitungebunden feststellen, ob ihre Interessen und Fähigkeiten den Anforderungen des Studiengangs entsprechen. Dank der webbasierten Self-Assessments können die Studieninteressierten herausfinden, ob sie die Basisvoraussetzungen mitbringen, die zu Studienbeginn von der jeweiligen Fakultät erwartet werden. Gleichzeitig erfahren Sie auch, wo sie noch Schwächen haben und können diese möglicherweise noch vor dem Einstieg ins Studium beheben.
Jedes Online-Assessment ist unterteilt in zwei zentrale Module: In Modul A wird die allgemeine Eignung für eine technische Studienrichtung untersucht. Modul B konzentriert sich auf schulspezifisches Wissen, das von der Fakultät zu Beginn des Studiums erwartet wird.

Online-Studienberatungsportal: Studieninteressierte und Studierende können sich mit allen Fragen rund um den Studienstart und das Studium an das Online-Studienberatungsportal der Hoch-schule wenden. Hier antworten ausgebildete Peer-Berater, die selbst an der TH Nürnberg studieren und schnell und auf Augenhöhe Auskunft geben können.

Übergänge gestalten: Der Übergang von der Schule ins Studium – oder vom Berufsalltag ins Studium – ist nicht immer einfach. Die TH Nürnberg hat deshalb etliche Angebote aufgelegt, die den Start erleichtern sollen. Zum Beispiel gibt es zielgruppenspezifische Brückenkurs, offene Lerntreffs oder Schreibwerkstätten. Die Kurse sollen vor allem Studierenden mit beruflicher Hochschul-zugangsberechtigung und ausländischen Studierenden helfen, ihre individuellen Lücken zu schließen.

HD-MINT: Im Zuge des hochschulübergreifenden „HD MINT“ werden innovative didaktische Modelle in der Studieneinstiegsphase entwickelt. Ziel ist es, in der Studieneinstiegsphase durch Lehr- und Lernkonzepte die Abbruchquote zu reduzieren. Dafür optimieren Professorinnen und Professoren ihre Lehrveranstaltungen und setzen auf neue Lehr- und Lernmaterialien sowie innovative Lehrformen.

Career-Service: Tipps für den Berufseinstieg bietet der Career-Service der TH Nürnberg. Das Angebot reicht von Seminaren und Bewerbertrainings über die Online-Job-Börse bis hin zu indivi-duellen Coachings.

Hinweis für Redaktionen:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Marina Hergenreider, Tel. 0911/5880-4839, E-Mail: marina.hergenreider@th-nuernberg.de +++ Gerne hilft auch die Hochschulkommunikation weiter, Tel. 0911/5880-4101, E-Mail: presse@th-nuernberg.de

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