Besser sehen, besser leben

(djd). Die Augen sind das vermutlich wichtigste Sinnesorgan des Menschen. Doch in der zweiten Lebenshälfte sind auch sie vom altersbedingten Verschleiß nicht ausgenommen. 4,5 Millionen Deutsche sind nach Schätzungen des „AMD-Netzes NRW e.V.“ beispielsweise von einer Makuladegeneration betroffen. In der Altersgruppe der über 65-Jährigen dürften 25 Prozent darunter leiden. Die gesunde Makula ist der Ort des schärfsten Sehens und des Farbsehens auf der Netzhaut: Das Licht durchdringt erst die Hornhaut, dann die Linse des Auges und fällt erst danach auf die Netzhaut, in deren Mitte die Makula liegt.

Makuladegeneration – was tun?

Kritisch wird es, wenn sich in der Makula Abfallprodukte des Zellstoffwechsels ansammeln. Dann sterben in diesem Bereich Sinneszellen ab, die nicht mehr ersetzt werden können. In den meisten Fällen ist zunächst ein Auge betroffen. Später nimmt dann auch die Sehfähigkeit des zweiten Auges stark ab. Wer von einer Makuladegeneration betroffen ist, kann heute auf eine große Bandbreite optischer Hilfsmittel zurückgreifen. Unter http://www.low-vision-kreis.de erhalten Betroffene beispielsweise einen umfassenden Überblick über die entsprechenden Angebote. Weil die Erkrankten oftmals empfindlich auf die UV-Anteile des Sonnenlichts reagieren, können Brillengläser mit speziellen Kantenfiltern eine Entlastung sein. Sie absorbieren das energiereiche UV-Licht und filtern die Blauanteile heraus.

Angst vor der Altersblindheit

Zudem gibt es beispielsweise starke Lupen, die als mobile Sehhilfen geeignet sind, weil sie in jede Jackentasche passen: von der einfachen Einschlaglupe über Modelle mit LED-Beleuchtung oder gar elektronische Lupen mit bis zu 15-facher Vergrößerung. Vor der Anschaffung sollte man sich bei der Krankenkasse nach einem Zuschuss erkundigen. Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) vollzieht sich im Übrigen ebenso schleichend wie schmerzfrei – und kann schließlich in eine Altersblindheit münden. Schlimm ist es für viele Senioren, dass sie aufgrund dieses Krankheitsbilds nicht mehr fahrtüchtig sind. Um der Degeneration vorzubeugen, sollte man sich abwechslungsreich und ausgewogen mit viel Obst und Gemüse ernähren. Gut beraten ist, wer außerdem Sport treibt und nicht raucht. Darüber hinaus sind regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt zu empfehlen.

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