Berlin-Brandenburger Labor für betriebliche Prävention“ gewinnt erste Phase im BMBF-Wettbewerb

Mit dem „Berlin-Brandenburger Labor für betriebliche Prävention“ adressiert ein breit aufgestelltes Netzwerk aus Wissenschaft, Unternehmen und Sozialversicherungsträgern aktuelle Probleme im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. „Das ‚Labor‘ ist dabei weniger als physischer Ort gedacht, sondern als ein verbindendes Konzept“, erklärt Harald Mylord, Bereichsleiter Gesundheitswesen der TSB Innovationsagentur Berlin GmbH. „Es bildet sozusagen das Dach, unter dem die Partner gemeinsam Lösungsansätze entwickeln, neue Präventionsmaßnahmen testen und die Akteure zusammengebracht werden.“ Dies wird zunächst exemplarisch an den Krankheitsbildern, die die meisten Fehltage verursachen – Rückenschmerzen und psychische Erkrankungen – erprobt und in sieben eng vernetzten Projekten umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung eines Evaluierungskonzepts für Präventionsangebote im betrieblichen Umfeld oder die Verbesserung der Beratungsmöglichkeiten für Betriebe.

Der Berlin-Brandenburger Antrag greift mit dem Konzept zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement ein wichtiges Zukunftsthema auf. Denn gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird dieses bei der Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten und damit auch bei der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen eine wichtige Rolle spielen. „Neben den klassischen Feldern der Forschung, Entwicklung und Anwendung medizinischer Produkte und Verfahren weitet sich der Gesundheitssektor immer stärker auch auf Prozesse der Gesundheitsförderung, Prävention bis hin zum Gesundheitstourismus aus. Dieser Entwicklung wollen wir mit fokussierten Handlungsfeldern im Rahmen unseres Clustermanagements HealthCapital Rechnung tragen und gezielt vorantreiben“, betont Clustermanager Dr. Kai Bindseil.

Insgesamt gingen 78 Anträge auf den Wettbewerbsaufruf des BMBF ein, von denen in der ersten Phase zwölf ausgewählt wurden. Mit dem Wettbewerb „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“ will das BMBF Regionen dabei unterstützen, medizinische, pflegerische und soziale Dienstleistungsangebote zum Nutzen für alle Beteiligten systematisch miteinander zu vernetzen. Denn: die Fortschritte in Therapie, Prävention und Versorgung müssen die Menschen in ihrer Lebenswelt erreichen, um wirksam zu werden. Die geplanten Forschungs- und Entwicklungsprojekte sollen vernetzte Lösungsansätze zur Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen im Gesundheits- und Versorgungsbereich erarbeiten. Sie sollen einen sichtbaren Beitrag zum Profil der Region als Standort für Gesundheit und Lebensqualität in jedem Alter leisten und als Modelle auch auf andere Regionen in Deutschland ausstrahlen.

In den kommenden drei bis vier Monaten haben die zwölf ausgewählten Regionen Zeit, die Konzepte detailliert auszuarbeiten. Danach wählt eine fachübergreifende Jury bis zu fünf Gewinnerregionen aus. Diese werden dann vom BMBF für bis zu vier Jahre mit insgesamt 20 Millionen Euro bei der Umsetzung Ihrer Ideen unterstützt.

Das Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg – HealthCapital ist Teil der Gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg (innoBB). Das Clustermanagement liegt bei der TSB Innovationsagentur Berlin GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der TSB Technologiestiftung Berlin, in Kooperation mit Berlin Partner GmbH und der ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH. Ziel des länderübergreifenden Clustermanagements ist es, die regionalen Aktivitäten zwischen der Wissenschaft, der Wirtschaft und den klinischen Anwendern zu koordinieren und strategisch auszubauen, um die Spitzenposition der Hauptstadtregion in den Lebenswissenschaften und in der Gesundheitswirtschaft auf internationaler Ebene weiter voranzutreiben.

Pressekontakt:
TSB Innovationsagentur Berlin GmbH
Geschäftsbereich Life Science/Gesundheit
Yvonne Küchler
Fasanenstr. 85
10623 Berlin
Tel: (030) 318622-14, Fax: -22
Mobil: 0160 63 64 996
E-Mail: kuechler@tsb-berlin.de

Scroll to Top