Bergwildnis und Luchsgehege

(djd). Ein weit verzweigtes Netz von Wanderwegen führt durch dichte Wälder und saftige Bergwiesen, vorbei an tiefen Schluchten, idyllischen Teichen und Stauseen. Der Nationalpark Harz in der Nähe der niedersächsischen Stadt Bad Harzburg macht auch beeindruckende Begegnungen mit Wildtieren möglich: In Schaugehegen an der Rabenklippe sind Luchse zu bestaunen. Von einer Beobachtungsplattform aus haben Naturfreunde und Familien mit Kindern einen besonders guten Blick zu den „Pinselohren“. Zweimal pro Woche können sie auch bei der Fütterung der Wildtiere zusehen. Ein Nationalparkmitarbeiter gibt den Besuchern dabei Informationen über die scheuen Großkatzen und über das erfolgreiche Auswilderungsprojekt, zum dem das Wildgehege gehört. Rund 200 Jahre, nachdem im Harz der letzte freilebende Luchs geschossen wurde, sind hier in den vergangenen zehn Jahren schon 24 Tiere ausgewildert worden.

Erlebnispfade und geführte Wanderungen

Auch Wildkatzen sind im Harz zu Hause. Mit ihnen macht ein neuer Erlebnispfad auf rund 2,5 Kilometern bekannt: Der Einstieg zum Wildkatzen-Walderlebnis ist von der Tourist-Information in Bad Harzburg ausgeschildert. Auf zehn Stationen im und am Riefenbachtal bietet dieser Erlebnispfad anschauliche Informationen über das Leben der Wildkatzen, unter anderem mit einem Audioguide. Es gibt daneben auch geführte Wanderungen zu den Naturschätzen im Nationalpark Harz nach dem Motto „Mit den Rangern die Natur entdecken“: Sie führen zum Beispiel zum Luchsgehege, zu Urwald, Klippen und wilden Gewässern, lassen Familien den wilden Wald erforschen, sind als Vogelstimmenwanderung oder geologische Exkursion ausgeschrieben. Termine, Treffpunkte und weitere Informationen gibt es bei der Tourist-Information unter Telefon 05322-75335, E-Mail info@bad-harzburg.de oder unter http://www.bad-harzburg.de im Internet.

Scheue Wildtiere im Gehege

Über die Bergwildnis im Nationalpark Harz informiert auch das Haus der Natur im Kurpark Bad Harzburg: Nicht nur für Familien ist ein Besuch in dieser interaktiven Dauerausstellung zum Thema Harzwald zugleich lehrreich und unterhaltsam. Denn sie macht die Besucher auf anschauliche Art mit der Pflanzen- und Tierwelt im Harz bekannt. Da die meisten Waldtiere so scheu sind, dass Wanderer und Ausflügler sie in der freien Wildbahn nur selten sehen können, empfiehlt sich auch ein Besuch im Wildgehege in Bad Harzburg: In dem riesigen Schaugehege sind Damwild, Rothirsche, Muffelwildschafe und die ursprünglich ostasiatischen Sikahirsche das ganze Jahr über zu beobachten. Das Füttern der Tiere ist sogar erlaubt.

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