Bereich Konstruktion in neuem Glanz

„Es ist eine angenehme, moderne und flexible Lehr- und Lernumgebung entstanden, welche für lange Zeit den wachsenden Anforderungen in der Konstruktion gerecht werden wird“ , so die Einschätzung von Professor Gottfried Goebel, Sprecher des Instituts für Konstruktion und CA-Techniken (ICT). Hier wird der konstruktive Produktentstehungsprozess in seiner Gesamtheit gelehrt – angefangen beim Design-Entwurf über Digitalisierung, Konstruktion und Berechnung bis hin zur Dokumentation.

Die CA-Techniken sind die modernen Werkzeuge für Entwicklung und Konstruktion. Sie nehmen in den Studiengängen Fahrzeugtechnik, Maschinenbau, Produktionstechnik, Mechatronik sowie Medizintechnik immer größeren Raum ein. Dem muss auch die Lehre Rechnung tragen. Der Umbau erbrachte deshalb zwei gleichwertige CA-Vorlesungsräume. Hier sind unter anderem die in der Industrie eingesetzten Programmpakete Pro/Engineer, Catia V5, Solid Edge, Solid Works, Altair HyperWorks, Windchill und LS-Dyna im Einsatz.

Das klassische Zeichenbrett kommt jedoch nicht zu kurz. Für die Grundausbildung in der Konstruktionslehre steht deshalb weiterhin ein großer Konstruktionssaal zur Verfügung. Hier sind auch die weiteren Arbeitsplätze eingerichtet, die entweder mit leistungsstarken Computern ausgestattet sind oder genügend Netzanschlüsse aufweisen, damit die Studierenden ihre eigenen Laptops einsetzen können. Selbstverständlich steht im gesamten Gebäude WLAN zur Verfügung. Die Anordnung aller Arbeitsplätze fördert die Projektarbeit in Gruppen. Durch die roll- und klappbaren sowie höhenverstellbaren Tische können die Studierenden die Möbel an die unterschiedlichen Lehr- und Lernsituationen schnell selbst anpassen. Außerdem erlauben es variable Wände, vom Konstruktionssaal abgetrennte Seminarräume zu schaffen. Durchbrüche zum umlaufenden Fensterband sorgen für eine lichte Weite – auch ein Grund, warum die Räume des ICT nun noch häufiger und länger genutzt werden als vor der Sanierung. Das ist das größte Lob der Studierenden an die Planer und Umsetzer, meinte Professor Goebel bei der Einweihung.

Baudirektor Joachim Hofmann, Bau und Vermögen Baden-Württemberg Amt Ulm, präsentierte beeindruckende Zahlen zum bautechnischen Aufwand. Im Zuge der Sanierung wurde der Baukörper auf den Stahlbeton-Skelettbau zurückgeführt. Die Stahl-Glas-Fassade, die Bodenbelege und die Deckenverkleidungen wurden komplett ausgetauscht und die Gebäudetechnik auf den modernsten Stand gebracht. Der D-Bau umfasst zwei Stockwerke mit einer Fläche von insgesamt 2200 Quadratmeter, wobei ca. 1000 Quadratmeter auf das ICT entfallen. Es wurden 4 Kilometer Datenleitungen verlegt und 240 laufende Meter Blechkanäle, die in der Stunde 11.000 Kubikmeter Luft umwälzen. Der D-Bau beherbergt neben dem ICT das Klebetechnikum und das Rechenzentrum. Die seit 1999 währende Sanierung des Behnisch-Komplexes auf dem Campus Prittwitzstraße ist damit zu gut 80 Prozent vollzogen und soll 2011 abgeschlossen werden.

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