Berechtigte Hoffnung oder Medienhype?

Mit einem einfachen Bluttest Krebserkrankungen erkennen — das klingt vielversprechend. Aber wie treffsicher ist das Verfahren aktuell? Verbessert die flüssige Biopsie die Früherkennung bei Brustkrebs oder gynäkologischen Tumorerkrankungen schon heute? Mit diesen Fragen beschäftigt sich am Montag, 28. Oktober 2019 um 18.00 Uhr ein Netzwerk aus Expert*innen der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Ulm im Ulmer Stadthaus. Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte. Die Teilnahme ist kostenfrei.

„Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jedes Jahr gibt es etwa 70.000 Neuerkrankungen – glücklicherweise meist heilbar“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Janni, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. „Bluttests, auch flüssige Biopsie genannt, könnten dabei helfen, Krebserkrankungen möglichst früh zu erkennen und individuelle, maßgeschneiderte Therapien zu entwickeln“, ergänzt Prof. Dr. Jens Huober, Leiter des Ulmer Brustzentrums. Zur Diagnose bzw. zum Ausschluss einer Krebserkrankung wird dabei statt einer Gewebeprobe (Biopsie) das Blut der Patient*innen untersucht. Denn Tumorzellen bzw. Tumor-DNA lassen sich mittels neuer Analyse-Verfahren auch im Blut nachweisen.

Ob dieses Verfahren schon heute Anwendung findet oder noch in weiter Zukunft liegt, möchten die Expert*innen mit Betroffenen, Angehörigen und Interessierten besprechen. So gibt Prof. Dr. Markus Müller-Schimpfle, Chefarzt der Radiologie im Klinikum Frankfurt Höchst, Antwort auf die Frage, ob ein Bluttest die Mammographie komplett ersetzen kann. Im Anschluss stehen die Expert*innen den Teilnehmenden für individuelle Fragen zur Verfügung.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Wolfgang Janni
Ärztlicher Direktor
Universitätsklinikum Ulm
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Prittwitzstr. 43, 89075 Ulm (Michelsberg)
Tel. : 0731 500-58500 / Fax: 0731 500-58502
direktion.frauenklinik@uniklinik-ulm.de

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