Beim Neubau an später denken

(djd). Der Energiebedarf von Eigenheimen für Heizung und Warmwasser wird weiter auf Diät gesetzt: Neubauten dürfen ab 2016 lediglich noch einen Jahresprimärenergieverbrauch aufweisen, der 25 Prozent unter den bisherigen Höchstwerten liegt. Dies regelt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV), die im Laufe des Jahres 2014 in Kraft tritt. Auch wer in diesem Jahr bereits den Traum vom Eigenheim verwirklicht, tut daher gut daran, die zukünftigen Standards zu erfüllen.

Dämmen und Energie sparen

Eigenheime, die heute noch auf Basis der älteren EnEV 2009 entstehen, dürften auf mittelfristige Sicht eine schlechtere Wertentwicklung aufweisen, sind Experten sicher: „Offiziell treten die neuen Vorgaben zwar erst in zwei Jahren in Kraft. Wer allerdings den Wert seiner Immobilie sichern und aufwendige, spätere Nachrüstungen vermeiden möchte, sollte sich bereits heute an der EnEV 2014 orientieren“, sagt Dr. Hartmut Schönell, geschäftsführender Vorstand des Industrieverbands Hartschaum. Eine Wärmedämmung stelle nach seinen Worten die beste Maßnahme zum Energiesparen dar – und das auf lange Sicht. „Wärmedämm-Verbundsysteme weisen eine Lebensdauer von mindestens 40 Jahren auf. Das bedeutet eine nachhaltige Entlastung für die Umwelt und für das Budget der Bewohner.“

Hoher Sanierungsbedarf

Auch wenn sich die EnEV 2014 insbesondere mit Neubauten befasst, hat sie ebenfalls Auswirkungen auf den Altbaubestand, ist Dr. Schönell überzeugt. „Ein Großteil der 39 Millionen Wohneinheiten in Deutschland ist stark sanierungsbedürftig und vergeudet unnötig viel Energie für das Heizen.“ Der Fachmann empfiehlt Hausbesitzern, sich bei einem unabhängigen Energieberater zu informieren. Experten in Ihrer Umgebung finden Sie unter http://www.dena.de, weitere Informationen auch unter http://www.ivh.de. Der Energieberater erstellt einen individuellen Sanierungsfahrplan und informiert zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten.

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