Begegnungen mit der Kunst

(djd). Wo sind denn hier die Künstler? Diese Frage hören die Worpsweder oft, wenn Urlauber und Ausflügler in das ehemalige Bauerndorf nordöstlich von Bremen kommen. Seit mehr als 120 Jahren ist Worpswede Künstlerkolonie. Kunst, Landschaft und Lebensort fügen sich hier auf eine charmante Art und Weise zusammen. Die Landschaft des Teufelsmoors hat Worpswede das Besondere gegeben, die Kunst etwas Einmaliges, während die Bewohner und Gäste diesen Ort mit Lebendigkeit erfüllen.

Auf Tuchfühlung mit den Kunstschaffenden

Nach wie vor leben und arbeiten Maler, Bildhauer, Fotografen und Kunsthandwerker in Worpswede. Manche präsentieren ihre Arbeiten in eigenen Ateliers, andere sind mit wechselnden Ausstellungen im „Kunstcentrum Alte Molkerei“ oder in der „Galerie Altes Rathaus“ vertreten. Bei Vernissagen oder Künstlergesprächen bietet sich immer wieder die Gelegenheit zum Dialog mit den Kunstschaffenden. Natürlich sind auch die Meisterwerke der „Alten Worpsweder“ ganzjährig zu sehen. Das komplette Ausstellungsprogramm gibt es unter http://www.worpswede-museen.de im Internet.

Malerinnen im Aufbruch

In diesem Sommer stehen die Ausstellungen der Worpsweder Museen unter dem Leitmotiv „Malerinnen im Aufbruch“. Dabei werden Malerinnen vorgestellt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts neben ihren männlichen Kollegen einen Platz als Künstlerpersönlichkeiten beanspruchten und damit Vorreiterinnen für eine selbstbestimmte weibliche Kunst waren. Während der Barkenhoff Gemälde von Julie Wolfthorn zeigt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den bekanntesten und produktivsten Künstlerinnen in Deutschland zählte, stellt die Große Kunstschau Werke von Malerinnen aus der dänischen Künstlerkolonie Kerteminde den Arbeiten von Worpsweder Künstlerinnen gegenüber.

Im Haus im Schluh wird Martha Vogeler in mehreren Rollen vorgestellt – ihr eigenes Lebenswerk, ihre Rolle in der Kunst ihres Mannes Heinrich Vogeler und ihre Arbeit als Kunsthandwerkerin. Die Worpsweder Kunsthalle zeigt Schlüsselwerke aus dem reichen Fundus ihres seit Jahrzehnten aufgebauten Sammlungsschwerpunkts der „Malweiber“.

Scroll to Top