Befragung zeigt: Erhöhte Leberwerte durch Medikamenten-Einnahme häufiger als erwartet

Medikamente können heilen. Sie können aber auch unter bestimmten Umständen die Leber schädigen. Grundsätzlich ist die Vorhersage, bei welchen Personen eine Leberschädigung durch Medikamente auftritt, schwierig, da vermutlich eine Kombination von genetischen Faktoren und Umweltfaktoren eine Rolle spielt. Zur Häufigkeit von Leberschädigungen durch Medikamente gibt es aktuell nur wenige Daten. Daher hat die Deutsche Leberstiftung in Zusammenarbeit mit ausgewählten LINDA Apotheken eine Befragung durchgeführt. Zielsetzung war zu ermitteln, wie häufig erhöhte Leberwerte nach Medikamenteneinnahmen vorkommen und welche Risikofaktoren für Leberschädigungen durch Medikamente bestehen. Wissenschaftlich betreut wurde das Projekt von Prof. Frank Lammert und seinen Mitarbeitern der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums des Saarlandes.
Befragt wurden volljährige Personen, die apotheken- oder verschreibungspflichtige oder nicht verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen. In sechs Wochen konnten in 30 Apotheken insgesamt 646 Fragebögen ausgefüllt werden. Derzeit werden die erfassten Daten ausgewertet und sollen entsprechend publiziert werden. Bereits jetzt kann festgehalten werden: Es sind bei deutlich mehr Personen als erwartet erhöhte Leberwerte aufgrund einer Medikamenten-Einnahme aufgetreten. Insgesamt haben dies 15,3 Prozent der Befragten (99 Patienten) angegeben.
„Die Beteiligung der LINDA Apotheken an dem Projekt war sehr gut. Das haben wir so nicht erwartet. Dieses Ergebnis zeigt, dass Apotheker wichtige und engagierte Partner in wissenschaftlichen Projekten sein können. Mit dieser Kooperation haben wir die Möglichkeit, wichtige Daten zu Lebererkrankungen durch Medikamente zu ermitteln“, betont Prof. Lammert, der das Projekt für die Deutsche Leberstiftung koordiniert.
Die Deutsche Leberstiftung und die LINDA Apotheken bauen ihre Zusammenarbeit gemeinsam schrittweise aus. Bislang können Kunden teilnehmender LINDA Apotheken einen von der Deutschen Leberstiftung entwickelten Fragebogen ausfüllen und anhand eines sich daraus ergebenden Punktwertes ihr persönliches Risiko, eine Lebererkrankung zu erleiden, abschätzen. Die Kunden werden mit dem Ergebnis nicht alleine gelassen. Sie können sich diesbezüglich in einer von Experten der Deutschen Leberstiftung besetzten Telefonsprechstunde beraten lassen.
„Wir freuen uns, dass die Kooperation mit den LINDA Apotheken so erfolgreich läuft und gleich zwei Ziele erfüllt: Die Aufmerksamkeit für Lebererkrankungen sowie das Wissen darüber zu verbessern und neue Möglichkeiten zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen zu eröffnen“, sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Auch die LINDA AG ist von der Kooperation mit der Deutschen Leberstiftung überzeugt: „Die Zusammenarbeit zeigt deutlich, dass mit einem engen Zusammenwirken von Medizinern und Apothekern Erkenntnisse gewonnen und positive Effekte für den Versorgungsalltag produziert werden können“, so Martin Lingen, Vorstand der LINDA AG.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit der LINDA Apotheken mit der Deutschen Leberstiftung soll fortgesetzt werden. Dabei wird zum Einen das Beratungsangebot zu Leber und Lebererkrankungen wie auch das wissenschaftliche Projekt zur Leberschädigung durch Medikamente intensiviert.

Zur LINDA AG / LINDA Apotheken
Die LINDA Apotheken sind ein qualitätsorientierter Zusammenschluss eigenständiger Apotheker, die den kommunikativen Vorteil der Dachmarke „LINDA“ im Dialog mit der Öffentlichkeit und den Kunden nutzen. Die LINDA Apotheken stehen für Qualität, verbraucherorientiertes Marketing und besondere Kundennähe. Mit rund 1.300 angeschlossenen Apotheken ist LINDA die deutschlandweit größte und bekannteste Premium-Apothekendachmarke selbstständiger Apotheker und Marktführer in ihrem Segment. Dies bestätigen die Ergebnisse verschiedener unabhängiger, repräsentativer Studien renommierter Institutionen: Rund ein Drittel der Bevölkerung kennt die LINDA Apotheken, beim Anteil der Frauen sind es sogar etwa 40 Prozent (Markenerfolgskontrolle bei Verbrauchern 2010; iCONSULT Forschung & Consulting GmbH). LINDA Apotheken verfügen über die beste Beratung (Sempora-Studie 2011; Sempora Consulting GmbH) und den besten Markenauftritt (Sempora-Studie 2011; Sempora Consulting GmbH; Goldmedaille in der Kategorie „Marketing“, coop-Studie 2011, Apotheken Management-Institut) Die LINDA AG ist Eigentümerin der Apothekendachmarke „LINDA Apotheken“. Sie setzt sich für eine zukunftsorientierte Positionierung der selbstständigen inhabergeführten Apotheken, unter besonderer Wahrung derer Eigenständigkeit und Unabhängigkeit, ein. Sitz der LINDA AG ist Köln.

Die Deutsche Leberstiftung
befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung zu verbessern und die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen zu steigern, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige in medizinischen Fragen. Weitere Informationen: .

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen, ihre Diagnosen und Therapien. Für jedes verkaufte Buch geht € 1,- als Spende an die Deutsche Leberstiftung. „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-89993-588-2, € 14,95.

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