Bauchgefühl statt effektiver Sicherheit

(djd). Gefahr erkannt, aber längst nicht gebannt: Internetnutzer wissen heute um Cyberkriminalität und die Risiken, die aus dem Netz drohen – dennoch verhält sich die Mehrheit der Bundesbürger weiterhin leichtsinnig. So verlässt sich fast jeder zweite Onlinesurfer (45 Prozent) allein auf sein eigenes Gespür statt auf einen professionellen Schutz für den Computer. Dies hat eine TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag von Microsoft Deutschland ergeben. Bereits grundlegende Empfehlungen für eine bessere PC-Sicherheit werden kaum beachtet: Nur knapp jeder Vierte (23 Prozent) setzt ein Antivirenprogramm ein, nicht einmal jeder Fünfte (18 Prozent) eine Firewall. Und nur jeder Zehnte (zehn Prozent) denkt daran, den Webbrowser zu aktualisieren. Dabei kann ein regelmäßiges, zudem kostenloses Update auf die neueste Browser-Version den eigenen Computer und damit die persönlichen Daten wirksam schützen.

Angriffe aus dem Netz

„Cyberkriminelle konzentrieren sich immer stärker auf den Anwender selbst und versuchen, ihn zum Beispiel mit gefälschten Websites oder Malware systematisch zu täuschen, um Passwörter oder private Daten zu stehlen“, warnt Frank Maenz, Produktmanager Internet Explorer bei Microsoft Deutschland. „Diese sogenannten Social-Engineering-Angriffe finden statt, während der Nutzer im Internet surft. Moderne Browser mit sinnvollen Sicherheitsfunktionen gewinnen daher enorm an Bedeutung und sind mittlerweile genauso wichtig wie ein Antivirenprogramm.“ Nicht aktualisierte Versionen könnten dagegen schnell zu einem großen Sicherheitsrisiko werden. Auch Dr. Markus Schneider, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt, unterstreicht: „Für Nutzer ist es sehr vernünftig, auf verschiedene Schutzmaßnahmen zu setzen. Hierzu gehören neben der Nutzung eines Antivirenprogramms und einer aktivierten Firewall auch Browser, welche vor dem Herunterladen von Malware schützen.“

Persönliche Daten schützen

Wer den Browser regelmäßig aktualisiert, verfügt so über einen effektiven Schutzschild gegen Passwortklau und Webspionage. Einmal installiert, warnen moderne Programme wie etwa der Internet Explorer 9 den Nutzer automatisch vor vermeintlich unseriösen Seiten im Netz oder gefährlichen Downloads. Neben dem neuen Tracking-Schutz wurde unter anderem der „SmartScreen“-Filter stark verbessert. Diese Sicherheitsfunktion schützt vor Phishing-Angriffen und schädlicher Software. Mit dem neuen Download-Manager erhält der Nutzer zudem die volle Kontrolle über heruntergeladene Dateien. Die „InPrivate-Browsen“-Funktion sorgt zudem bereits im Internet Explorer 8 dafür, dass Browser-Historie, temporäre Internetdateien, Formulardaten, Cookies, Benutzernamen und Kennwörter automatisch gelöscht werden. Unter http://www.internet-explorer.de gibt es weitere Informationen und die neueste Browser-Version zum Download.

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