BAuA informiert über Arbeitsstättenverordnung

Die aktuellsten ASR stammen aus dem Jahr 2012. So wurde die ASR A1.6 „Fenster, Oberlichter, lichtdurchlässige Wände“ Anfang des Jahres veröffentlicht. Sie legt beispielsweise fest, dass bodentiefe Fenster bruchsicher sein müssen oder Fensterflügel keine Verkehrswege im Betrieb behindern dürfen. Ebenfalls aus 2012 ist die ASR A3.6 „Lüftung“. Sie enthält Bestimmungen, ab welcher CO2-Konzentration in der Luft Arbeitgeber Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten ergreifen muss.

Die Anwendung der Arbeitsstättenverordnung und der ASR garantiert gesunde und sichere Arbeitsbedingungen. Die Verordnung stammt aus dem Jahr 2004 und setzt europäische Vorgaben um. Sie nimmt Arbeitgeber in die Pflicht, für ausreichenden Schutz ihrer Beschäftigten bei der Arbeit zu sorgen. Hierfür enthält die Verordnung allgemeine Anforderungen und Schutzzielbestimmungen. Gestaltungsregeln für Arbeitsplätze sind beispielsweise Vorgaben für die Raumabmessung oder Arbeitsplatzbeleuchtung, die Fluchtwege oder Notausgänge. Die Arbeitsstättenregeln orientieren sich stets am Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene. Sie konkretisieren die Forderungen der Arbeitsstättenverordnung für die betriebliche Praxis und sind für nahezu alle Arbeitsstätten geeignet.

„Arbeitsstätten – Arbeitsstättenverordnung, Technische Regeln für Arbeitsstätten“; 1. überarbeitete, aktualisierte und ergänzte Auflage; 2012; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin; Dortmund; 246 Seiten; ISBN 978-3-88261-703-0. Das Buch kann zum Preis von 18,50 Euro über den Webshop des Bonifatiusverlags unter bezogen werden.
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Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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