BAuA-Handlungshilfe: Detektoren für Lichtexposition richtig anwenden

Licht steuert die innere Uhr des Menschen und synchronisiert sie mit dem 24-Stunden-Rhythmus eines Tages. Besonders der Blaulichtanteil beeinflusst den zirkadianen Rhythmus. Er wirkt sich unter anderem auf den Schlaf-Wach-Rhythmus oder die Hormonfreisetzung aus. Daher befassen sich gerade im Zusammenhang mit Nacht- und Schichtarbeit immer mehr Studien mit den Auswirkungen des Lichts auf die Gesundheit der Beschäftigten. Dazu bestimmen sie deren tatsächliche Lichtexposition. Viele im Handel erworbene Detektoren unterscheiden sich jedoch nicht nur hinsichtlich ihrer messtechnischen Eigenschaften. Um verlässliche Messergebnisse zu erzielen, sollte jedes Gerät vorab genau charakterisiert und kalibriert werden.

Die BAuA hat im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit Public Health England Actiwatch Spectrum-Detektoren untersucht. Dazu wurden zunächst der Linearitätsbereich, das Dunkelsignal sowie die Richtungsempfindlichkeit der Detektoren genau charakterisiert. Anschließend haben die Forschenden die Detektoren anhand des Tageslichts sowie anhand von drei herkömmlichen Beleuchtungsquellen – einer Halogen-, einer Leuchtstoff- und einer warm-weißen LED-Lampe kalibriert. Die Beschreibung der Charakterisierung und Kalibrierung dient Forschern als detaillierte Handlungshilfe, um Actiwatch-Spectrum- oder vergleichbare Detektoren an ihre Forschungssituation anzupassen. Daneben bietet der Bericht hilfreiche Tipps zum Einsatz der Detektoren.

„Personenbezogene Lichtexpositionsmessungen in Feldstudien – Eine Handlungsanleitung zur Charakterisierung und Kalibrierung von Lichtexpositionsdetektoren“; Ljiljana Udovicic, Marco Janßen, Dennis Nowack, Luke L. A. Price; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2016; doi:10.21934/baua:bericht20161220; 47 Seiten. Den baua: Bericht gibt es als PDF im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.
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