Bakteriophagen: 1. Bakteriophagen-Symposium soll Antibiotika-Alternativen stärken

Bakteriophagen als Alternative zu Antibiotika: Dabei handelt es sich um Viren, die in Bakterien eindringen und diese abtöten. Für Zellen des Menschen, von Tieren oder Pflanzen sind sie völlig harmlos. In vielen osteuropäischen Ländern sind sie seit Jahrzehnten in Gebrauch. In Deutschland ist dieser Behandlungsansatz in Vergessenheit geraten. Auch deshalb erschweren fehlende Regelungen medizinische und hygienische Anwendungen. Das erste deutsche Bakteriophagen-Symposium an der Universität Hohenheim in Stuttgart soll den internationalen Forschungsstand zusammenfassen und künftigen Forschungs- und Regelungsbedarf ausleuchten.

Ziel des Symposiums ist der Austausch zwischen aktueller Forschung, Politik, Wirtschaft und Regulierungsbehörden. Dabei sollen nicht nur der Stand der Forschung und Forschungslücken präsentiert, sondern auch innovative Ideen für gemeinsame Forschungsprojekte diskutiert und entsprechende Netzwerke gebildet werden. Konferenzsprache des dreitägigen Symposiums ist Englisch.

Das Programm gliedert sich in die die Themen

* Structure-function relationship
* Host-phage interaction & evolution of microbial communities
* Clinical applications
* Non-clinical applications
* Practical applications and regulations

Zu den Höhepunkten gehört die deutschsprachige Abschluss-Diskussion „Quo vadis, deutsche Bakteriophagenforschung?“ am 3. Konferenztag, 11. Oktober 2017 ab 10:30 Uhr.

HINTERGRUND: Phagenforschung & Forschungszentrum für Gesundheitswissenschaften

Organisiert wird das erste Deutsche Phagen-Symposium durch das Forschungszentrum für Gesundheitswissenschaften (FZG) der Universität Hohenheim. Das FZG bietet eine dynamische Plattform für alle Akteure, die an Themen und gemeinsamen Projekten im Bereich Lebenswissenschaften und Gesundheitsforschung interessiert sind. Es fördert interdisziplinäre Spitzenforschung und ihre Anwendung im Sinne des „One Health“-Konzeptes, verlinkt institutsübergreifend Expertise in verschiedenen Themenfeldern, z. B. Biologie, Immunologie, Gesundheitswesen, Medizin, Landwirtschaft, Ernährungs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, und stärkt die Brücken zwischen Forschung und Anwendung, z. B. Labor, Klinik, Wirtschaft und gesellschaftlichen Akteuren. Im Bereich der Phagenforschung bietet das FZG an, als die nationale Kontaktstelle für Phagenforschung und deren Anwendung zu fungieren. Mehr Infos unter https://health.uni-hohenheim.de/phagen

Kontakt für Medien:
PD Dr. Wolfgang Beyer, Fachgebiet Infektions- und Umwelthygiene bei Nutztieren
T 0711 459 22429, E Wolfgang.Beyer@uni-hohenheim.de

Text: Barsch / Klebs

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