Badestrand der Superlative

(djd). Wer zum ersten Mal den Blick über den berühmten „Kniepsand“ schweifen lässt, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Fünfzehn Kilometer lang und an der ausgedehntesten Stelle fast anderthalb Kilometer breit, liegt einer der größten und feinsandigsten Badestrände Europas auf Amrum, der kleinsten und südlichsten der Nordfriesischen Ferieninseln. Dort, wo sich früher Strandpiraten herumtrieben, tummeln sich heute die Badegäste – wenn man sie denn zu sehen bekommt, denn hier kann man sich schnell im Sande verlaufen und ist ganz für sich allein. Dann lässt man sich am besten in den feinen Sand fallen und genießt nur noch die Sonne und die frische Nordseebrise.

Kein öder Sandhaufen

Der Name Amrum leitet sich vom friesischen „Oomram“ ab, was nichts anderes bedeutet als „öder Sandhaufen“, doch davon kann natürlich gar keine Rede sein: Strandkörbe, die über den Strand verstreut einen Logenplatz mit Meeresblick bieten, bilden Farbtupfer in der leuchtenden Leere. Tausende See- und Strandvögel, unzählige Muscheln sowie neugierige Seehunde und Kegelrobben bevölkern hier das Weltnaturerbe Wattenmeer. Wenn bei Ebbe das Watt trocken fällt und die Seevögel vom reichhaltigen Nahrungsangebot angelockt werden, wird so mancher unversehens zum „Vogelkieker“. Das Ganze lässt sich aber auch von oben anschauen, denn Amrums Leuchtturm ist mit 63 Metern über dem Meeresspiegel das höchste, begehbare Leuchtfeuer an der Nordseeküste. Wenn das Meer wieder einmal für ein paar Stunden verschwunden ist, ist die Nachbarinsel Föhr bei einer Wattwanderung sogar zu Fuß zu erreichen. Unter http://www.amrum.de findet man weitere Informationen.

Echt friesisch und kuschelig

Amrum hat etwas mehr als 2.000 Einwohner und in den fünf Dörfern der Insel sieht man noch viele reetgedeckte Friesenhäuser mit beschaulichen Blumen- und Obstgärten davor. In einigen der alten Häuser laden Cafés und Gaststätten zum Verweilen ein. Von der friesischen Seefahrerkneipe bis zum Spezialitätenrestaurant ist alles da – und alles richtig kuschelig. Das Dorf in der Inselmitte heißt Nebel und wartet nicht nur mit einer schönen Inselkirche und einem historischen Friedhof auf, wo die „redenden Grabsteine“ von der glorreichen Seefahrerzeit der Amrumer erzählen. Auch das kleine Insel-Museum Öömrang Hüs und die Windmühle auf dem hohen Geestrücken erlauben Einblicke in das Leben der Insulaner. Wittdün, wo die Fähren vom Festland oder den anderen Inseln anlegen, ist der jüngste Ort auf Amrum und wird vom Meer umschmeichelt. Hier wie auch in Süddorf und Steenodde ist das typische Inselfeeling hautnah zu spüren. Genau wie im Badeort Norddorf, der strandnah zwischen Dünen und Wattenmeer liegt, und sogar noch ein richtiges Insel-Kino betreibt.

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