Bad Oeynhausen: Überregionales Zentrum zur Therapie von Herzinsuffizienz

Als eine der ersten Kliniken in Deutschland wird das Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, von den Fachgesellschaften für Kardiologie und Herz- Kreislaufforschung sowie für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie als Kompetenzzentrum zur Behandlung von Herzschwäche ausgezeichnet.

Herzschwäche oder „Herzinsuffizienz“ (engl. Heart Failure) ist einer der häufigsten Gründe für eine Krankenhausaufnahme. In Europa sind schätzungsweise mehr als 10 Millionen Menschen betroffen. Die komplexe Erkrankung tritt meist in höherem Lebensalter auf und ist von einer zunächst kaum spürbaren, später aber stetig nachlassenden Herzleistung gekennzeichnet und führt oftmals zu schweren Begleiterscheinungen weiterer Organe wie der Niere oder der Lunge. Diabetes-Patienten haben ein zwei- bis sechsfach erhöhtes Risiko, an einer Herzschwäche zu erkranken.

Um angesichts der erforderlichen interdisziplinären Versorgungsstrukturen und einer steigenden Zahl von Patienten die Behandlung der akuten und chronischen Herzinsuffizienz einheitlich zu gestalten und qualitätsorientiert zu verbessern, haben die deutschen Fachgesellschaften für Kardiologie und Herz-Kreislaufforschung (DKG e.V.) sowie für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG e.V.) Ende des vergangenen Jahres gemeinsame Empfehlungen zum Aufbau und zur Organisation entsprechender Netzwerke („Heart Failure-NETs“) und Herzinsuffizienz-Einheiten („Heart Failure Units“) vorgelegt. Als eine der ersten Kliniken, die die darin formulierten Maßstäbe nachweislich erfüllt, wurde jetzt das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, offiziell ausgezeichnet. Es darf sich zukünftig „Überregionales Zentrum zur Behandlung von Herzinsuffizenz“ (HFU-Zentrum) nennen.

Das besondere Lob der Gutachter galt nicht nur der hervorragenden fachärztlichen und pflegerischen Versorgung in den Kliniken der Kardiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Horstkotte und der Thorax- und Kardiovaskularchirurgie unter Prof. Dr. Jan Gummert, sondern ausdrücklich auch der interdisziplinären Organisation der Behandlungsverfahren einschließlich der psychologischen Betreuung und Physiotherapie auch von mobilen Patienten, sowie den hochmodernen Überwachungseinheiten im HDZ NRW. Das Fazit lautet wie folgt:

„Das HDZ NRW ist als große Fachklinik und universitäres Krankenhaus Maximalversorger in der Herz- und Gefäßchirurgie. Es bietet alle Therapieverfahren für Herzinsuffizienzpatienten mit exzellenter Expertise und in großen Fallzahlen an. Im Bereich der Therapieverfahren für terminale Herzinsuffizienz (künstliche Herzunterstützung und Herztransplantationen) ist das Herz- und Diabeteszentrum NRW europaweit führend. Die organisatorische Struktur sowie die apparative und bauliche Ausstattung sind sehr überzeugend und beispielhaft. Deshalb empfehlen wir der Zertifizierungskommission uneingeschränkt, das Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, als überregionales Herzinsuffizienz-Zentrum („Heart Failure Unit“) zu zertifizieren.“

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Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, ist ein international anerkanntes Zentrum zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen. Mit 37.000 Patienten pro Jahr, davon 14.400 in stationärer Behandlung, ist das HDZ NRW ein führendes Spezialklinikum in Europa. Unter einem Dach arbeiten vier Universitätskliniken und Institute seit mehr als 30 Jahren interdisziplinär zusammen. Das HDZ NRW ist Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum.

Weitere Informationen:

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leitung: Anna Reiss
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 / 97 1955
Fax 05731 / 97 2028
E-Mail: info@hdz-nrw.de

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