Bachblüten richtig anwenden – So geht’s

Bachblüten

Wer sich in einem seelischen Ungleichgewicht befindet und dem entgegenwirken möchte, greift oftmals zu Bachblüten. Das bewährte naturheilkundliche Verfahren, um die seelische Balance wiederherzustellen, beruht auf der Kernaussage „Heile dich selbst“. Die Essenzen sollen dazu beitragen, die Selbstheilungskräfte in sich freizusetzen. Dafür ist es jedoch erforderlich, sich sowohl seiner eigenen Themen genau bewusst zu sein, als auch die Eigenschaften der Mittel zu verstehen. Um Bachblüten richtig anzuwenden, muss man die Wirkungsweisen der einzelnen Blüten kennen, um die richtige Kombination für die eigene Gemütslage oder Stimmung zu finden. Anhand welcher Anzeichen Sie seelisches Ungleichgewicht erkennen und wie Sie die Bachblüten anschließend gezielt anwenden, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die richtigen Bachblüten finden

Bei der Bachblüten Anwendung kommt das sogenannte Zwiebel-Prinzip zum Einsatz. Dabei geht es darum, immer die Essenz zu wählen bzw. einzunehmen, die zur gegenwärtigen Gemütslage passt. Ziel ist es, sich – so wie bei einer Zwiebel – Schicht für Schicht vom Leid zu befreien. Dieses Leid äußert sich bei jedem anders. Daher ist das Entscheidendste bei der Verwendung von Bachblüten, sich klar zu machen, wie man sich aktuell fühlt, was man gerade denkt, was einen im Moment am stärksten belastet – das kann eine Angst sein, ein Mangel an Selbstvertrauen oder auch ein bestimmtes negatives Verhaltensmuster.

Jede Bachblüte hat ein bestimmtes Thema, mit dem ihre Wirkung beschrieben ist. Und je genauer man das eigene Befinden beschreiben kann, desto leichter fällt die Zuordnung zu den Essenzen. Das ist insofern essenziell, als dass es zum Beispiel mehrere Bachblüten zum Thema Angst gibt. Die Bachblüte Aspen ist allgemeiner, unergründbarer Ängstlichkeit angezeigt. Bei ganz konkreten Ängsten wie Prüfungsangst, Höhenangst oder Platzangst ist die Bachblüte Mimulus die richtige Essenz. Bei starken akuten Ängsten und Panikattacken wiederum ist die Bachblüte Rock Rose passend. Für die Angst verrückt zu werden, gibt es wiederum die Bachblüte Cherry Plum. Genaue Beschreibungen der Blüten finden Sie hier: Die 38 Bachblüten in der Übersicht.

Wirkungsweise: So wirken Bachblüten

Wenn Sie sich für die Bachblüten-Therapie entscheiden, muss Ihnen die Wirkungsweise dieser bewusst sein. Durch die Einnahme der Essenzen werden Sie nicht von heute auf morgen wieder problem- oder leidfrei sein. Vielmehr werden Sie kleine Veränderungen bemerken und sollten sich daher angewöhnen, auch diese bewusst wahrzunehmen. Gerade wer neu auf dem Gebiet ist und unerfahren mit der richtigen Auswahl der Bachblüte, mag zu Beginn etwas Zeit benötigen, die passende Essenz zu finden. Ist jedoch die geeignete Bachblüte gefunden, so können die seelischen Dysbalancen auch sehr schnell der Vergangenheit angehören, wenn man sich konkret auf die Veränderung besinnt.

Entscheidend sind dabei vor allem folgende Punkte:

  • Lassen Sie sich Zeit: Die Probleme und das Leid, die sich angesammelt haben und Ihr Inneres ins Ungleichgewicht gebracht haben, sind vermutlich nicht von heute auf morgen entstanden. Geben Sie Ihrer Seele also die Zeit, die Sie braucht, sich wieder zu erholen.
  • Haben Sie keine falschen Erwartungen: Davon auszugehen, dass die Einnahme der Bachblüten selbst schon genügt, ist falsch. Viel wichtiger ist es, der Seele Ihren Raum zu geben und die Vorstellungen des Verstands darüber, was Zufriedenheit bedeutet, hintenanzustellen.
  • Es ist ein Prozess: Möglicherweise stellen sich mit der Einnahme der Bachblüten schon schnell erste Veränderungen ein. Anschließend kann es aber auch sein, dass Sie eine Weile – möglicherweise Tage, Wochen oder Monate – kaum Verbesserungen bemerken. Machen Sie sich daher bewusst, dass es sich um einen Prozess handelt. Je nachdem, wie weit Sie von Ihrem eigenen Seelenweg entfernt sind, mag dieser länger oder kürzer dauern. 

Anwendungsbereiche: Bei diesen Leiden können Bachblüten helfen

Entgegen vieler Behauptungen, ist die Anwendung von Bachblüten recht einfach: Sofern man das Prinzip dahinter verstanden und verinnerlicht hat. Das Wichtigste dabei ist das Thema der Einfachheit. Die Bachblüte sollte zum aktuellen Seelenzustand passen. Diese können in die folgenden unterteilt werden:

  • Akute Gemütsverstimmungen: Hierbei handelt es sich vor allem um akute, kurzzeitige Gefühlslagen, die durch Alltagsprobleme und -geschehnisse hervorgerufen werden. Das kann beispielsweise ein Streit mit dem Partner sein, Überforderung bei der Arbeit oder Unzufriedenheit mit sich selbst, weil etwas nicht so geklappt hat, wie man es gerne hätte.
  • Chronische Dysbalancen: Sind die Beschwerden jedoch tiefergehend und langanhaltend, sind die Folgen davon meist weitreichend und beeinflussen den Alltag. Die Ursache liegt dabei oftmals in Ereignissen, die in der Vergangenheit verdrängt und nicht rechtzeitig angegangen wurden, wie z. B. der Verlust einer geliebten Person oder ein einschneidendes Erlebnis. 

Einnahme: So können Sie die Bachblüten einnehmen

Sind die richtigen Bachblüten gefunden und die Wirkungsweise verinnerlicht, kann mit der Einnahme begonnen werden. Bei den Bachblüten-Essenzen handelt es sich um Konzentrate. Daher werden sie zur Einnahme verdünnt. Eine der gängigsten Methoden ist dabei die einfache Verdünnung in einem Glas Wasser. Dazu werden zwei Tropfen – oder in akuten Notfällen vier Tropfen – in ein Glas Wasser gegeben und über den Tag verteilt in kleinen Schlucken getrunken. Sie eignet sich vor allem bei akuter, tageweiser Einnahme, die etwa ein bis vier Tage andauert.

Handelt es sich jedoch um eine längerfristige Einnahme (mindestens 11 Tage bis etwa 21 Tage), empfiehlt sich die Mischung in einer Flasche mit Pipette. So können Sie sich bei Bedarf die Tropfen direkt auf die Zunge träufeln. Die Mischung erfolgt so:

  • Nehmen Sie ein 30 ml Tropfpipettfläschchen 
  • Geben Sie drei Tropfen des Blütenkonzentrats hinein
  • Füllen Sie das Fläschchen mit stillem Mineralwasser auf

Anschließend erfolgt die Dosierung viermal täglich je vier Tropfen. Empfehlenswert ist dabei die Einnahme morgens nach dem Zähneputzen, mittags und abends auf leeren Magen, sowie zur Nacht, ebenfalls nach dem Zähneputzen. Um eine ideale Wirkung zu erzielen, sollten Sie die Tropfen vor dem Schlucken einige Minuten im Mund belassen. Halten die Beschwerden weiterhin an, so sollten Sie nach den 21 Tagen noch einmal die Zusammensetzung der Blütenmischung prüfen und diese ggf. an Ihren akuten Zustand anpassen. 

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