Autodiebstahl-Statistik: Im Saarland parkt es sich am sichersten

(dmd). Es ist eine der gruseligsten Vorstellungen – und es passiert immer wieder: Wie jeden Tag möchte man ganz normal in sein Fahrzeug einsteigen, um loszufahren. Und es ist weg. Nicht mehr auf dem Parkplatz. Nicht mehr in der Garage. Schlicht und einfach nicht mehr da. 18.063 Autos wurden im Jahr 1012 in Deutschland gestohlen, durchschnittlich knapp 50 am Tag. Immerhin 8,1 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Doch wirklich gewappnet ist nur, wer sich gut gegen Diebstahl schützt.

Vor allem die Besitzer teurer Autos aus hiesigen Produktionsstätten sollten sich besonders gut gegen die Langfinger schützen. Laut der Statistik des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind diese Modelle unter den Dieben besonders beliebt. Die beiden Spitzenreiter sind BMW und Audi. Von 1.000 kaskoversicherten Fahrzeugen dieser Marken wurden 2012 1,1 bzw. eines gestohlen. Platz drei errang Porsche mit 0,9 gestohlenen Fahrzeugen pro 1.000 Stück.

Bei der Wahl ihrer Favoriten scheinen sich die Langfinger jedoch nicht unbedingt für Neuwagen zu interessieren. Die beliebteste Altersklasse der gestohlenen Autos war zwischen vier und sieben Jahren. 6.622 Stück davon wechselten im Jahr 2012 unfreiwillig den Besitzer.

Am sichersten parkten die Fahrzeuge im Saarland mit 106 Diebstahlmeldungen. Das risikoreichste Bundesland war Nordrhein-Westfalen mit 3.825 entwendeten Modellen, gefolgt von Berlin (2.892), Niedersachsen (1.644), Brandenburg (1.606) und Sachsen (1.518). Ziemlich in der Mitte lagen die Bundesländer, in denen die beliebten Diebesgut-Marken vom Band laufen: In Bayern wurden 897 gestohlene Fahrzeuge gemeldet und in Baden-Württemberg 805.

Außer den verbreiteten und mittlerweile in fast allen Neumodellen integrierten Alarmanlagen erhöhen immer mehr andere Hilfsmittel den Schutz gegen Diebstahl. So bietet zum Beispiel eine Firma eine Fernbedienung an, die auf Wunsch die Stromversorgung im Auto unterbricht. GPS-Anlagen helfen mit, das gestohlene Gut zu orten. Wer mutig genug ist, kann auch auf ein GPS verzichten und stattdessen sein iPhone (am besten versteckt) im Auto liegen lassen. Eine spezielle App namens iCarAlert schickt eine SMS an eine andere Nummer sobald sich das Auto unvorhergesehen bewegt.

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