Auszeichnung für das Projekt „Beratungslandkarte bei Sehverlust im Alter“.

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko eines Sehverlusts rapide an. Häufige Ursachen sind altersbedingte Augenerkrankungen, die teilweise auch mit anderen Krankheiten, wie Altersdiabetes einhergehen. Sie haben große Auswirkungen auf das alltägliche Leben und können zur Erblindung führen. Immer mehr ältere Menschen müssen sich mit diesem Phänomen, und den damit einhergehenden Veränderungen, auseinander setzen. Eine umfangreiche Beratung kann Informationen und Hilfestellung geben sowie an ein regionales Netzwerk von Expert(inn)en verweisen. Passgenaue Angebote sind für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine große Hilfe. Bislang fehlen jedoch Plattformen, bei denen die bestehenden Angebote in Form einer leicht zu bedienenden Datenbank zur Verfügung stehen.

An der Katholischen Hochschule Freiburg arbeitet Prof. Dr. Ines Himmelsbach daran diese Lücke zu schließen. Mit dem anwendungsorientierten Forschungsprojekt „Beratungslandkarte bei Sehverlust im Alter“ soll ein Überblick in Form einer Landkarte über die verschiedenen Beratungsmöglichkeiten entstehen. „Vermindertes Sehen wird im Alter leider als normal eingestuft“, so Himmelsbach, „in dieser Lebensphase kennt man die Vielfältigkeit des Beratungsangebots meist gar nicht und sucht dann auch nicht danach. Das wollen wir ändern.“ Betroffene und Angehörige sowie behandelnde Ärzte könnten so gezielt nach bestimmten Beratungsmöglichkeiten in ihrer näheren Umgebung suchen.

Prof. Dr Himmelsbach ist für dieses Projekt mit dem Preis der Wilhelm-Woort-Stiftung ausgezeichnet worden. Der Preis wurde ihr am 01. Dezember in Mainz bei der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie e.V. von Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, verliehen. Da die Arbeit von Frau Himmelsbach sowohl medizinisch als auch sozialgerontologisch von großer Bedeutung ist, wurde die Ehrung auch schon auf der Sektionstagung der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie im September in Mannheim ausgesprochen.

Die Wilhelm-Woort- Stiftung für Alternsforschung gehört zum Stifterverband der Deutschen Wissenschaft. Der mit 25.000 Euro dotierte Förderpreis zeichnet Wissenschaftler(innen) aus, die ein herausragendes Forschungsprojekt oder eine modellhafte Initiative in anwendungsorientierten Bereiche der Alternsforschung durchführen.

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