Auszeichnung als Mitralklappenzentrum

Undichtigkeiten oder Verengungen der Mitralklappe zählen zu den häufigsten erworbenen Herzklappenfehlern. „Oft bleiben sie über viele Jahre unbemerkt, können aber mit fortschreitender Erkrankung zu Kurzatmigkeit, stark verminderter Leistungsfähigkeit und Herzrhythmusstörungen führen“, sagt Professor Dr. Volker Rudolph, Direktor der Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen.

Die Behandlungsstrategie kann in einer medikamentösen Therapie, einem Ersatz oder einer Rekonstruktion der erkrankten Klappe bestehen. „Über die am besten geeignete Therapie entscheidet unser Herzteam gemeinsam mit dem Patienten“, betont Rudolph, der innerhalb der deutschen Fachgesellschaft für Kardiologie an der Erarbeitung von Leitlinien für katheterbasierte Verfahren bei Mitralklappenerkrankungen mitgewirkt hat. Als eines von mittlerweile acht Zentren in Deutschland ist das HDZ NRW jetzt offiziell als Mitralklappenzentrum zertifiziert worden.

Eingriffe an der Mitralklappe führen im HDZ NRW nicht nur die interventionellen Kardiologen unter der Leitung von Professor Rudolph durch. Auch die Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Gummert verfügt mit einem der größten operativen Mitralklappenprogramme über einen großen Erfahrungsschatz.

„Der gegenseitige Austausch zwischen beiden Kliniken ist hierbei besonders wichtig, um jeden Patienten nach individuellen Abwägungen der für ihn am besten geeigneten Therapie zuzuführen“, erläutert Rudolph. Und auch die große Erfahrung über den Erkrankungsverlauf sowie der Einsatz modernster Funktionsuntersuchungen mittels Echokardiographie und Kernspintomographie tragen dazu bei, dass die Herzspezialisten heute die optimale Behandlungsstrategie für jeden Patienten planen können. Die Anerkennung der Fachgesellschaft sei dafür eine schöne Bestätigung.

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Als Spezialklinik zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen zählt das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen mit 35.000 Patienten pro Jahr, davon 14.000 in stationärer Behandlung, zu den größten und modernsten Zentren seiner Art in Europa.

Die Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie des HDZ NRW unter der Leitung von Prof. Dr. med. Volker Rudolph ist spezialisiert auf die Behandlung der Koronaren Herzkrankheit, Herzklappenfehler, Herzmuskelerkrankungen und entzündliche Herzerkrankungen. In der Klinik werden jährlich mehr als 5.000 kathetergestützte Verfahren durchgeführt. Modernste diagnostische und bildgebende Verfahren sowie alle modernen Kathetertechniken sichern die bestmögliche und schonende medizinische Versorgung der Patienten. Die Klinik ist u.a. Europäisches und Nationales Exzellenz-Zentrum zur Bluthochdruckbehandlung, anerkanntes Brustschmerzzentrum (CPU – Chest Pain Unit) sowie als überregionales Zentrum zur Versorgung Erwachsener mit angeborenem Herzfehler (EMAH) zertifiziert.

In der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des HDZ NRW unter der Leitung von Prof. Dr. med. Jan Gummert werden jährlich 3.600 Eingriffe am Herzen und den herznahen Gefäßen durchgeführt. Die Klinik ist deutschlandweit führend in den Bereichen Herzklappenoperationen, Herztransplantationen, Kunstherzimplantationen sowie Herzschrittmacher-/ ICD-Eingriffe. Seit 1989 wurden hier mehr als 3.400 Herzunterstützungssysteme implantiert. Mit 81 Herztransplantationen in 2018 (gesamt: über 2.300) ist die Klinik das bundesweit größte Herztransplantationszentrum. Zu den weiteren Schwerpunkten der Klinik zählen die minimalinvasive Klappenchirurgie und die Bypasschirurgie am schlagenden Herzen.

Weitere Informationen:

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leitung: Anna Reiss
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 97-1955
Fax 05731 97-2028
E-Mail: info@hdz-nrw.de
www.hdz-nrw.de

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