Ausstellung „Sketches of Science. Photo sessions with Nobel Laureates“

Stockholm, 08.06. 2012.
Heute wird im Nobel Museum in Stockholm die Ausstellung „Sketches of Science: Photo sessions with Nobel Laureates“ feierlich eröffnet. Sie zeigt über 50 Porträts von Nobelpreisträgern des deutschen Fotografen Volker Steger. Komplettiert wird die Ausstellung durch Interviews, Filmmaterial und digitale Präsentationen über die Nobelpreisträger und ihre Entdeckungen.

Die Ausstellung wird in Anwesenheit von Gräfin Bettina Bernadotte, Präsidentin des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau, Olov Amelin, Direktor des Nobel-Museums, und Lars Heikensten, Geschäftsführender Direktor der Nobel-Stiftung, eröffnet. Der bekannte schwedische Künstler Johan Hagelbäck wird im Rahmen der Veranstaltung auftreten.

„Die Idee zu diesem Projekt hatte ich beim Fahrradfahren“, sagt Fotograf Volker Steger. „Man könnte die Laureaten doch einmal bitten, eine Zeichnung oder Skizze über die Forschungsarbeit anzufertigen, für die ihnen der Nobelpreis verliehen wurde – und dieses Kunstwerk dann vor der Kamera zu präsentieren!“ Die Begegnungen zwischen den Nobelpreisträgern und dem Fotograf begannen stets damit, dass Steger jedem Laureaten einen weißen Bogen Papier und eine Packung Buntstifte überreichte. Dann stellte er sie vor die Herausforderung „Bitte zeichnen Sie ihre Entdeckung!“. Am Ende posierten die Nobelpreisträger mit ihren Zeichnungen in den Händen für ein Foto-Porträt. „Fast alle Laureaten waren von der ungewöhnlichen Aufgabe sehr überrascht, schließlich hatte ich ihnen im Vorfeld nichts davon verraten. Die Idee dahinter war, ihre Spontaneität einzufangen. Die Zeichnungen erwiesen sich dann als ebenso unterschiedlich und facettenreich wie die Preisträger, die sie geschaffen hatten. Eines haben sie dennoch alle gemeinsam: Sie zeigen die Schönheit intellektueller Leistungen und geistiger Arbeit“, erklärt Volker Steger.

Fotografiert wurden Nobelpreisträger der Disziplinen Physik, Chemie und Physiologie oder Medizin. Die meisten erhielten ihre Auszeichnung in den vergangenen Jahrzehnten, doch es sind auch einige Preisträger aus den 1960er und -70er Jahren dabei. Die Ausstellung umfasst sämtliche Nobelpreisträger-Porträts von Volker Steger sowie einige der Originalzeichnungen der Laureaten. Ergänzt wird sie durch eine Auswahl an Interviews, Filmaufnahmen und digitalen Präsentationen über die Nobelpreisträger und ihre Arbeit. Volker Steger gewährt überdies einen Einblick in sein neuestes Projekt „Nobel Labs 360°“. Zudem wird den Besuchern die neue Mediathek der Lindauer Nobelpreisträgertagungen vorgestellt.

Gräfin Bettina Bernadotte, Präsidentin des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau, würdigte die Bereitschaft der Laureaten an einem solchen Projekt teilzunehmen: „Hier kommt das außerordentliche Engagement und auch die Neugier der Laureaten zum Ausdruck. In Anbetracht ihrer zahlreichen Verpflichtungen, wissen wir sehr zu schätzen, wie sie sich für unsere ‚Mission Education‘ einsetzen und engagieren – im Austausch mit herausragenden Nachwuchswissenschaftlern oder auch im Rahmen eines Projekts wie ‚Sketches of Science‘“.

„Diese Ausstellung ist das erste gemeinsame Projekt des Nobel-Museums und der Lindauer Nobelpreisträgertagungen“, sagt Olov Amelin, der Direktor des Nobel-Museums. „Wir haben ein gemeinsames Ziel: Forschung, Neugier und Bildung zu fördern. Mit dieser Ausstellung wollen wir junge Studierende und Forscher auf allen Kontinenten erreichen – und hoffentlich lassen sie sich von der Verspieltheit der Nobelpreisträger inspirieren!“

Die meisten Porträts entstanden auf den Lindauer Nobelpreisträgertagungen. Jedes Jahr nehmen sich zahlreiche Nobelpreisträger Zeit, um nach Lindau zu reisen und mit Nachwuchswissenschaftlern aus der ganzen Welt zum wissenschaftlichen und persönlichen Austausch zusammenzukommen.

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Nobel-Museums und der Lindauer Nobelpreisträgertagungen, unterstützt von Nobel Media. Der Hauptförderer ist die Klaus Tschira Stiftung. „Sketches of Science“ ist vom 8. Juni bis 9. September 2012 im Stockholmer Nobel-Museum zu sehen. Die Ausstellung wird 2013 auch in Deutschland und von 2014 bis 2015 in Nordamerika und Asien gezeigt werden.

Weitere Informationen und Bilder:
Perina Stjernlöf, Nobel Museum
Tel.: +46 766 22 66 00
E-Mail: perina.stjernlof@nobelmuseum.se

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