Ausstellung im Dresdner Uniklinikum: 33 Patienten – 33 Erfolgsstorys universitärer Spitzenmedizin

Der heute 12-jährigen Leonie musste 2014 nach einer ihr Leben bis dahin bestimmenden Leidensgeschichte die Bauchspeicheldrüse entfernt werden. Die dort angesiedelten Inselzellen konnte die Diabetologin PD Dr. Ludwig aus dem Organ lösen und ihr danach wieder implantieren. – In Deutschland ist dies nur am Dresdner Uniklinikum möglich. Von dieser Erfolgsgeschichte kündet nun einer der Foto-Aufsteller, der Leonie in Lebensgröße zeigt. Er wird danach auf eine Reise durch ganz Deutschland gehen und neben 32 weiteren Patientengeschichten in den deutschen Universitätsklinika, aber auch auf Bahnhöfen und in Rathäusern zu sehen sein. In Dresden sind die Aufsteller bis zum 30. März und ein zweites Mal vom 22. April bis zum 4. Mai – dann im Diagnostisch-Internistisch-Neurologischen Zentrum zu sehen.

„Die Geschichten bewegen, weil diese 33 kleinen und großen Patienten uns einen ganz privaten Einblick in ihr Leben gestatten. Gleichzeitig verdeutlichen diese Einzelschicksale, wie wichtig die Hochschulmedizin für das deutsche Gesundheitssystem ist und was die Mitarbeiter dort täglich leisten“, sagt Prof. Michael Albrecht. Der Medizinische Vorstand des Dresdner Uniklinikums ist zugleich 1. Vorsitzender des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands e.V.. Die deutschen Universitätsklinika verbinden Forschung, Lehre sowie Krankenversorgung. Sie entwickeln Innovationen, von denen pro Jahr fast zwei Millionen stationär behandelte Patienten profitieren. Sie sind Vorreiter bei neuen Behandlungsverfahren und bei der Entwicklung zukunftsweisender Strukturen im Gesundheitswesen. Die Patientengeschichten zeichnen auf persönliche Art ein Bild dieser Leistungen und verdeutlichen so, wie wichtig die Hochschulmedizin und das Engagement seiner Mitarbeiter für das deutsche Gesundheitssystem ist.

Leonies Geschichte
Zwei Jahre war Leonie Mosig aus Dresden, als sie erstmals unter starken Bauchschmerzen litt. Entzündungen der Bauchspeicheldrüse waren der Grund. Für das Mädchen folgten in den weiteren acht Jahren zahlreiche Operationen, in denen die Entzündungsherde entfernt wurden. Bei Erwachsenen mit gleicher Diagnose ist es nach einer schweren Entzündung der Bauchspeicheldrüse durchaus üblich, das Organ zu entfernen. Da die Bauchspeicheldrüse lebenswichtiges Insulin produziert, werden die Patienten dadurch zwangsläufig zu Diabetikern. Daher hatten sich die Ärzte ihre Entscheidung bei Leonie nicht leicht gemacht. Sie entfernten erst einen Teil und dann die gesamte Bauchspeicheldrüse. Die darin enthaltenen körpereigenen Zellen löste die Diabetologin PD Dr. Barbara Ludwig aus dem Organ und bereitete sie dann so auf, dass sie nach der Transplantation das lebenswichtige Insulin in der Leber produzieren. Bereits 30 Mal wurde die nur in Dresden etablierte Übertragung von Inselzellen an Erwachsenen vorgenommen – Leonie war das erste Kind. Die mehr als 200.000 Inselzellen aus der Bauchspeicheldrüse übernehmen in Leonies Leber nun einen Teil der Blutzuckerregulation. Leonie lebt nun schmerzfrei. Sie besucht die sechste Klasse eines Dresdner Gymnasiums.

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