Ausschreibung über den neuen Wandel der Verbraucherrolle: Produzent + Konsument = Prosumer?

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) fördert im Programm zur Innovationsförderung im Verbraucherschutz in Recht und Wirtschaft Vorhaben zur verbraucherbezogenen Forschung über den „Wandel der Verbraucherrollen – Prosuming, kollaborativer Konsum, Ko-Produktion etc“. Die Projektanträge sollen das Ziel haben, neue Erkenntnisse zu liefern oder aktuelle und zukünftige Entwicklungen in der Verbraucherperspektive zu analysieren und zu bewerten. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) nimmt als Projektträger Anträge bis zum 12. Mai 2017 entgegen. Gefördert werden können Projekte verschiedener Disziplinen und unterschiedlicher Größenordnung. Die maximale Fördersumme pro Projekt beträgt 150.000 Euro, unabhängig von Einzel- oder Verbundprojekten.

Die Entgrenzung der Verbraucherrolle wirft vielfältige Fragen auf: Wer beteiligt sich aus welchen Motiven? Wo liegen Möglichkeiten, wo Grenzen der Teilhabe? Wie lassen sich Potenziale erschließen und welche Voraussetzungen können geschaffen werden, um sozialen und partizipativen Konsum zu stärken? Welche neuen Auswirkungen ergeben sich auf das Verhältnis von Wirtschaft und Verbrauchern? Welche Veränderungen der Verbraucherrollen ergeben sich durch die Digitalisierung? Es bedarf einer Erweiterung der theoretischen Perspektive, Analysemethoden und verbraucherpolitischen Instrumente, um diese Veränderungen adäquat beschreiben, auszuwerten und im Hinblick auf ihre Konsequenzen für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Verbraucherpolitik erfassen zu können. Hierzu sollen die Projekte einen Beitrag leisten. Bewerben können sich Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit ihren Forschungsvorhaben und Projektideen.

Um eine hohe Qualität sowie eine effiziente Umsetzung der geförderten Vorhaben zu gewährleisten, wird die Förderwürdigkeit im wettbewerblichen Verfahren auf der Grundlage von Förderanträgen beurteilt.

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