Ausschreibung Hamburger Wissenschaftspreis 2013: Demenzforschung

In allen westlichen Industrienationen nimmt die Zahl der Patienten mit Demenzerkrankungen zu, nicht zuletzt aufgrund der sich verändernden Altersstrukturen in der Gesellschaft. Sind derzeit rund 1,3 Millionen Männer und Frauen betroffen, so wird sich diese Zahl bis zum Jahr 2050 voraussichtlich auf 2,6 Millionen Patienten verdoppeln. Für viele Arten der Demenz, wie zum Beispiel die Alzheimer Erkrankung, sind Ursachen und Mechanismen bis heute nicht geklärt. Fortschritte auf dem Gebiet der Demenzforschung werden daher dringender benötigt denn je.

Die thematische Ausrichtung des Hamburger Wissenschaftspreises 2013 dient dazu, Demenzforschung in Deutschland mit allen ihren Facetten öffentlich sichtbar zu machen und das Forschungsgebiet weiter zu fördern. Bei der Preisvergabe sollen Arbeiten zur Früherkennung und Diagnostik ebenso berücksichtigt werden wie solche zur Ätiopathogeneseforschung, zu genetischen Faktoren, zu Therapien und Wirkstoffentwicklungen. Nicht unbeachtet bleiben sollen aber auch Forschungen, die sich mit der Verbesserung der Lebensqualität von Patientinnen und Patienten und mit der Betreuung ihres Umfeldes beschäftigen.

Ausgezeichnet wird eine in Deutschland tätige Wissenschaftlerin bzw. ein Wissenschaftler oder eine Forschergruppe. Kriterien sind die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit, die Zukunftsorientierung der Forschungsergebnisse und der vorgeschlagene Verwendungszweck für das Preisgeld. Vorschläge können bis zum 31. Oktober 2012 per Post bei der Akademie der Wissenschaften eingereicht werden.

Über die Vergabe entscheidet eine 7-köpfige Jury unter dem Vorsitz von Akademiepräsident Prof. Dr. Heimo Reinitzer. Als externe Jurymitglieder nehmen die beiden Neurologen Univ.-Prof. Dr. Peter Dal-Bianco aus Wien und Univ.-Prof. Dr. Reinhold Schmidt aus Graz sowie die Wissenschaftsjournalistin Dr. Cornelia Werner vom Hamburger Abendblatt teil. Seitens der Akademiemitglieder vervollständigen die Hamburger Psychologen Prof. Dr. Kurt Pawlik und Prof. Dr. Brigitte Röder sowie die Rostocker Technikwissenschaftlerin Prof. Dr. Kerstin Thurow das Auswahlgremium.

Mit dem Hamburger Wissenschaftspreis zeichnet die Akademie der Wissenschaften in Hamburg herausragende Forschungsleistungen auf Gebieten von besonderer gesellschaftlicher Bedeutung aus. Sie vergibt den Preis alle zwei Jahre im Namen der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve. Erstmals wurde er 2009 im Bereich der Infektionsforschung an Prof. Dr. Stefan Ehlers verliehen, 2011 ging er zum Thema Energieforschung an Prof. Dr. Ferdi Schüth.

Weitere Informationen und Ausschreibungstext unter

Pressekontakt und weitere Informationen:
Dr. Elke Senne
Referentin für Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49/40/42 94 86 69-20
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Die Akademie

Der Akademie der Wissenschaften in Hamburg gehören herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Norddeutschland an. Sie versteht sich als klassenlose Arbeitsakademie: Ihre Mitglieder konzipieren und bearbeiten interdisziplinäre Projekte zu wissenschaftlichen Grundlagenproblemen und gesellschaftlich bedeutenden Zukunftsfragen. Die Akademie fördert die Zusammenarbeit zwischen Fächern, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in der Region und engagiert sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Die Grundausstattung der Akademie wird finanziert aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg. Präsident der Akademie ist Prof. Dr. Heimo Reinitzer.

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