Ausschreibung für Nicht-medikamentöse MS-Therapie

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung schreibt erstmals eine Fördermittelvergabe für wissenschaftliche Projekte im Rahmen der Nicht-medikamentösen MS-Therapie aus.

Es gibt zahlreiche Hinweise, dass nicht nur eine medikamentöse Therapie, sondern zusätzlich auch der individuelle Lebensstil den Krankheitsverlauf bei Multipler Sklerose positiv beeinflussen können. Gemeinsam mit einem wissenschaftlichen MS-Konsortium der Pharmaindustrie (derzeit bestehend aus: Bayer Vital GmbH, Roche Pharma AG, Sanofi-Genzyme und TEVA GmbH) möchte die Hertie-Stiftung daher Forschungsprojekte finden, die die nicht-medikamentöse MS-Therapie (Ernährung, Sport etc.) in den Fokus stellen.

Dr. Eva Koch, Leiterin der MS-Projekte bei der Hertie-Stiftung, erklärt: „Menschen, die eine chronische Erkrankung haben, sind häufig auf der Suche nach Möglichkeiten, sich zusätzlich zur Medikamenteneinnahme etwas Gutes zu tun und gesund zu leben. Umso wichtiger ist es uns, dass die Forschung auf dem Gebiet der Lebensstilfaktoren intensiviert wird.“

Die Ausschreibung richtet sich an Wissenschaftler, die MS-Forschung betreiben. Eine reine Tiermodellforschung ist dabei ausdrücklich nicht erwünscht. Beantragt werden können max. 100.000 € pro Forschungsprojekt für Personalmittel und Sachmittel. Das Thema des Antrags muss zum Spektrum der Nicht-medikamentösen MS-Therapie gehören (Ernährung, Sport, Klima, Psychologie etc.). Die gesamte operative Abwicklung des Projekts, inkl. Organisation der wissenschaftlichen Begutachtung, Mittelbewilligung und Betreuung der Wissenschaftler, übernimmt die Hertie-Stiftung.
Anträge können bis zum 15. Dezember 2017 eingereicht werden.

Antragskriterien:
https://www.ghst.de/gehirn/erforschen/nicht-medikamentoese-ms-therapie/

Pressekontakt
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Julia Juckel | Kommunikation
069 660756-172
juckelj@ghst.de

Über die Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, von der allein in Deutschland rund 200.000 Menschen betroffen sind. Mit einem Fördervolumen von durchschnittlich 9 Mio. € pro Jahr ist die Gemeinnützige Hertie-Stiftung der größte private Förderer der Hirnforschung in Deutschland und der drittgrößte in Europa. Im Bereich der Multiplen Sklerose ist die Stiftung die führende Förderinstitution sowohl in der MS-Forschung als auch im Bereich der Selbsthilfe von MS-Erkrankten. www.ghst.de

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