Aus der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln

Selbstbewusstsein

Gerade für junge und gesunde Menschen klingt die Inanspruchnahme einer privaten Krankenversicherung gut. Die Kosten sind, im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung, deutlich geringer. Gleichzeitig scheinen die Leistungen besser zu sein. Doch was ist, wenn dann ein Wechsel wieder zurück erfolgen soll? Zurück in die GKV zu wechseln, ist gar nicht so einfach.

Der Blick auf das Arbeitsverhältnis

Oft sind es Selbstständige oder auch Gut-Verdiener, die sich in der privaten Krankenversicherung befinden. Um einen Wechsel zurück zu schaffen, braucht es vor allem eines: einen Blick für das Detail. Angestellte können grundsätzlich einen Wechsel vornehmen, wenn sie ein gewisses Jahresgehalt nicht überschreiten. Liegen sie mit ihrem Jahreseinkommen unter 64.000 Euro brutto im Jahr, kann der Wechsel direkt erfolgen. Bei einem höheren Bruttoeinkommen ist der Wechsel nicht so einfach zu vollziehen. Daher ist eine Reduzierung des Einkommens die beste Wahl. Eine Möglichkeit ist es, sich auf Teilzeit setzen zu lassen. Auch Einzahlungen in eine betriebliche Altersvorsorge sind einer der Tipps, die hier immer wieder genannt werden.

Selbstständigen bleibt eigentlich nur die Möglichkeit, sich einen Arbeitgeber zu suchen. Dabei ist zu beachten, dass es sich hier um den Hauptjob handeln muss. Es reicht nicht aus, sich auf 450-Euro-Basis anstellen zu lassen.

Mit einem großen Schritt zurück in die GKV

Wer gar keine Möglichkeit sieht, aus seiner aktuellen Situation heraus in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln, der hat noch immer die Chance, einen der beiden folgenden Schritte durchzuführen:

  1. Die Arbeitslosmeldung
    Das ist ein wirklich drastischer Schritt, wenn man sich in einem festen Angestelltenverhältnis befindet und es eigentlich keinen Grund dafür gibt, arbeitslos zu werden. Es reicht schon aus, wenn man einen Monat das Arbeitslosengeld bezogen hat. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen. Wer ein Alter von 55 Jahren oder mehr erreicht hat, für den ist auch dieser Weg keine große Hilfe.
  2. Versicherungen im Ausland
    Ebenfalls möglich ist es, sich eine Versicherung im Ausland zu suchen. Dabei muss es sich um das europäische Ausland handeln. Wer hier über 12 Monate oder länger versichert ist und in Deutschland keine PKV mehr hat, der kann anschließend in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.
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