Aus der MHH: Klinikalltag angehender Ärzte im TV

Das Medizinstudium fertig – und wie geht es dann weiter? Das zeigt die fünfteilige TV-Reportage „Die jungen Ärzte“ bei VOX, die komplett in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gedreht wurde. Drei Kamerateams begleiteten zwölf Assistenzärztinnen und -ärzte über sechs Woche in ihrem Alltag zwischen Klinik und Forschungslabor. Die Serie wird vom 25. August an jeweils sonnabends von 22 Uhr an bei VOX gesendet. Die Produktionsfirma Fandango Film hatte bei Kliniken in ganz Deutschland junge Ärzte gecastet –und sich dann gemeinsam mit VOX dafür entschieden, die Reportage komplett in Hannover zu drehen. „Ärztliche Aus- und Weiterbildung ist für uns als Medizinische Hochschule eine sehr wichtige Aufgabe“, sagt Dr. Andreas Tecklenburg, „daher haben wir den Filmteams gern unsere Türen geöffnet.“ In kürzester Zeit waren zehn Assistenzärztinnen und -ärzte und zwei Studenten im Praktischen Jahr gefunden, die sich von einem Kamerateam im Klinikalltag begleiten lassen wollten.
Die Nachwuchsmediziner öffnen in der Reportagereihe nicht nur die Türen zu den Behandlungsräumen und OPs, sondern sprechen auch ganz offen über Freud und Leid eines Mediziners – und dass dieser Beruf mehr ist als einfach nur ein Job. Ihr Alltag besteht nicht nur aus Glücksmomenten wie nach der ersten selbst durchgeführten OP und der Entlassung eines geheilten Patienten. Innerhalb kürzester Zeit müssen sie lernen, mit langen Arbeitszeiten, enormem Druck und hoher Verantwortung umzugehen. Denn schließlich geht es um viel: um das Wohl der Patienten und nicht selten auch um Leben und Tod.
Gut 650 Assistenzärzte arbeiten an der MHH. Einer von ihnen ist Marc Riemer. Der 28-Jährige ist Assistenzarzt in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie. Nebenbei arbeitet er noch an seiner Doktorarbeit. Trotz der Doppelbelastung möchte er keinen anderen Beruf ausüben: „Ich habe es nie bereut, Arzt geworden zu sein.“ Und auch die Entscheidung, sich für die Filmaufnahmen gemeldet zu haben, bereut er nicht. „„Wenn man noch nie was mit dem Fernsehen zu tun hatte, ist es am Anfang natürlich sehr ungewohnt. Doch schon am zweiten Drehtag waren wir ein eingespieltes Team.“ Fandango Film war in der Zeit vom 26. September bis zum 15. Dezember vergangenen Jahres mit bis zu drei Filmteams in der MHH. Dr. Philipp Haas aus der Klinik für Unfallchirurgie stimmt Marc Riemer zu: „Nach einem Tag Eingewöhnung hat man das Drehteam kaum noch wahrgenommen. Bei Notfalleinsätzen haben die Kameraleute in schwierigen Situationen zumeist sehr sensibel agiert – notfalls hat auch das Zurückpfeifen geklappt.“ Sein Fazit: „Da würde ich auch noch ein zweites Mal mitmachen.“
Und auch so mancher Patient war mit Enthusiasmus dabei. „Wir haben eine Liste von fünf Patienten, denen es mittlerweile wieder gut geht. Sie wollen über den Sendestart informiert werden“, sagt MHH-Sprecher Stefan Zorn.

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