Augsburger Bachelor-Studiengang Medizinische Informatik erfolgreich gestartet

Mit 44 Studierenden ist der neue Bachelor-Studiengang Medizinische Informatik an der Universität Augsburg erfolgreich gestartet. Deutschlandweites Alleinstellungsmerkmal ist die enge Verknüpfung mit dem Modellstudiengang Humanmedizin, der ab dem Wintersemester 2019/20 an der neu gegründeten Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg angeboten wird.

Innovatives Profil: Enge Anbindung an die Humanmedizin

Die starke Anbindung an die Humanmedizin ist es, die den neuen Bachelor-Studiengang so innovativ macht. Möglich wird sie durch die besondere Situation der neu gegründeten Medizinischen Fakultät in Augsburg: Wenn dort ab Herbst 2019 erstmals angehende Ärzte ausgebildet werden, geschieht das in einem modernen Modellstudiengang, in dem die klassische Trennung zwischen Grundlagenwissenschaft und medizinischer Ausbildung am Patienten aufgehoben ist.

„Die Aufbausituation erlaubt es uns, die Lehrpläne für die Humanmedizin und die Medizinische Informatik so aufeinander abzustimmen, dass wir die Studierenden aus beiden Fächern in manchen Bereichen gemeinsam unterrichten können“, erklärt Adrian Rumpold, Fachstudienberater und Koordinator des neuen Studiengangs „Medizinische Informatik“.

Die zweite tragende Säule des Studiengangs ist eine fundierte Ausbildung in den zentralen Gebieten der Informatik. „Neben Themen wie Programmierung, Software-Engineering und theoretischer Informatik liegt dabei ein klarer Schwerpunkt auch auf der Mathematik“, betont Rumpold. „Unsere Absolventen sollen am Ende so gut aufgestellt sein, dass sie später problemlos in ein anderes Gebiet der Informatik wechseln können.“

Zum Auftakt gleich ein Besuch am Klinikum Augsburg

Das Besondere am Studiengang für Medizinische Informatik in Augsburg ist der tiefe Einblick in medizinische Themen. Medizinische Grundlagen werden gemeinsam mit den angehenden Ärztinnen und Ärzten erlernt. „Damit die Studierenden des Bachelors Medizinische Informatik gleich zu Beginn ihres Studiums auch mit der Medizin vertraut werden, sollen sie schon früh einen Einblick in verschiedene Bereiche des Klinikums Augsburg bekommen, das am 1. Januar zum Universitätsklinikum Augsburg werden wird. Hier können sie sich ein Bild davon machen, wie die Kombination aus Medizin und Informatik die Patientenversorgung noch weiter verbessern kann“, erläutert Dr. Inga Hege, die an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg den Lehrplan des Medizinstudiengangs entwickelt.

Medizinische Daten besser verstehen

Das Interesse am Studiengang Medizinische Informatik war groß: Es gab fast dreimal so viele Bewerbungen wie Studienplätze. Die Psychologin Pia Schneider, die einen Studienplatz ergattert hat, möchte sich nach ihrem Erststudium weiter spezialisieren und hat sich deshalb für Augsburg entschieden: „Ich interessiere mich sehr für Neurowissenschaften, insbesondere für die Darstellung von neuronalen Vorgängen. Hierbei entstehen große Datenmengen. In meinem Studium der Medizinischen Informatik möchte ich lernen, mithilfe von Algorithmen diese Daten besser zu verstehen und zu erforschen.“ (Michael Hallermayer)

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Adrian Rumpold
Fachstudienberater Medizinische Informatik
Institut für Informatik der Universität Augsburg
Telefon 0821/598-2471
adrian.rumpold@informatik.uni-augsburg.de

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