Augentropfen besser wirksam und gleichzeitig verträglicher verabreichen!

Ein Forscherteam um Prof. Martin Spitzer und Dr. Sven Schnichels von der Universitäts-Augenklinik Tübingen und vom niederländischen Zernike Institute for Advanced Materials Groningen wurde mit dem „Dutch Venture Challenge Fall 2012“-Preis ausgezeichnet. Der Wettbewerb wird vom Netherlands Genomic Institute (NGI) ausgerichtet um den Transfer wissenschaftlicher Arbeiten zu fördern und ist mit 25 000 Euro dotiert.

Das Team wurde für seine Entwicklung eines innovativen Applikationssystems für Augenmedikamente gewürdigt. Augentropfen enthalten normalerweise hohe Wirkstoffkonzentrationen, weil die Lidbewegungen und der Tränenfluss die Arznei-Bestandteile verdünnen und auswaschen. Die hohen Wirkstoffkonzentrationen führen dabei häufig zu starken Nebenwirkungen, die Bereitschaft des Patienten, die Medikamente korrekt anzuwenden, sinkt.

Das binationale Team entwickelte eine nicht-toxische Rezeptur auf Nanobasis, die die Verfügbarkeit des Medikamentes im Auge deutlich erhöht. Dadurch kann die Wirkstoffkonzentration bei der Verabreichung – beispielsweise von Augentropfen für Glaukompatienten oder bei Augenentzündungen – deutlich gesenkt werden, was eine bessere Verträglichkeit bedeutet.
Prof. Martin Spitzer: „ Wir werden die 25.000 Euro als Startkapital für die Ausgründung einer Firma aus den beiden Universitäten nutzen und weitere Daten erheben, um das System in klinischen Studien weiter erproben zu können.“

Medienkontakt

Universitätsklinikum Tübingen
Universitäts-Augenklinik
Prof. Dr. med. Martin Spitzer
Tel 07071-29 8 37 21 (Pforte)
martin.spitzer@med.uni-tuebingen.de

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