„Auge in Auge“ – Hörfilm für sehbehinderte Menschen

Augenlasern:

In Deutschland leben rund 1,2 Millionen blinde oder sehbehinderte Menschen. Die meisten nutzen das Fernsehen als wichtigstes Informations- und Unterhaltungsmedium. Doch sie alle brauchen zusätzliche akustische Bildbeschreibungen, um die Beiträge verarbeiten zu können. Hörfilme, bei denen knappe Hinweise in den Dialogpausen das Geschehen erläutern, ermöglichen ihnen seit einigen Jahren einen Zugang zu Filmen in Fernsehen und Kino, und damit ein gemeinsame Unterhaltung im Kreis von Familie und Freunden.

Bayer unterstützt seit Jahren den Deutschen Hörfilmpreis und hat dieses Jahr zusätzlich die Produktion des Hörfilms „Auge in Auge“ initiiert und gefördert. „Für uns ist es wichtig, nicht nur innovative Produkte zu entwickeln, sondern uns auch mit den Bedürfnissen sehbehinderter Menschen zu beschäftigen. Wenn wir dabei einen Beitrag dafür leisten können, Barrieren abzubauen, Lösungen zu entwickeln, dann entspricht dies ganz unserem Unternehmensmotto ,Science for a better life‘ “, sagte Frank Schöning, Leiter Bayer HealthCare Deutschland anlässlich der Hörfilmpremiere im Bayer Kommunikationszentrum BayKomm in Leverkusen. Moderiert wurde die Veranstaltung von der ehemaligen deutschen Leichtathletik-Weltmeisterin und heutigen WDR-Moderatorin Anke Feller.

Diskussionsteilnehmer zur Premiere des Hörfilms "Auge in Auge"
Teilnehmer der Talkrunde: v.l.n.r: Anke Feller (Moderatorin), Martina Wiemers, Evelyn Sallam, Dr. Dietrich Plückhahn, Juryvorsitzender Deutscher Hörfilmpreis, Klaus Hahn, Steffi Nerius

Im Leverkusener BayKomm konnten die Zuschauer erfahren, wie Hörfilme entstehen und in Ausschnitten aus dem Film „Auge in Auge“, mit Hilfe von Augenmasken erfahren, wie Blinde und Sehbehinderte einen Hörfilm erleben.

Auge in Auge – Hörfilm für Menschen mit Sehbehinderung

„Ich habe viele Menschen kennengelernt, die für sich erfolgreich Barrieren abgebaut haben und sich im Sport wohl fühlen. Aber wir müssen ihnen auch helfen, indem wir Hürden beseitigen, die sie alleine nicht überwinden können. Die Produktion von Hörfilmen ist dafür ein wunderbares Beispiel“, sagte Steffi Nerius, die olympisches Silber im Speerwurf gewann und heute als Trainerin im Behindertensport bei Bayer 04 arbeitet, in der anschließenden Diskussionsrunde. Weitere Diskussionsteilnehmer waren, Evelyn Sallam, blinde Filmbeschreiberin für die Produktion von Hörfilmen und Klaus Hahn, Präsidiumsvertreter des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes DBSV und Martina Wiemers: „Ich finde es beeindruckend, wenn sich Personen und Unternehmen in diesem Bereich wirklich engagieren. Die Zusammenarbeit mit Bayer hat mir gezeigt, dass eine hohe persönliche Motivation hinter diesem Engagement steckt. Und ich bin begeistert, wie Bayer es heute schafft, diesen Funken auch auf seine Mitarbeiter zu übertragen“, sagte die Generalbevollmächtigte Deutsche Hörfilm gemeinnützige GmbH.

„Auge in Auge“ ist ein Film über die Liebe zum Kino und eine Entdeckungsreise durch hundert Jahre deutsche Filmgeschichte. Der Film wurde 2015 produziert und ist überall im Handel oder Internet als DVD käuflich erwerbbar. Die Spieldauer beträgt 102 Minuten.

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