Auftragen statt Rasieren

(djd). Mit gepacktem Ranzen und gut gefüllter Schultüte machen sich alljährlich die kleinen ABC-Schützen auf den Weg in die Schule. An alles haben die vorsorglichen Eltern gedacht, die richtigen Schulmaterialien besorgt und auch den Turnbeutel nicht vergessen. Auf was die wenigsten gefasst sind: Ihre Sprösslinge können nach Schulende nicht nur neue Schulkameraden mit nach Hause bringen – auch unerwünschte Gäste wie Kopfparasiten sind keine Seltenheit. So steigt die Gefahr einer Läuse-Epidemie nach den Sommerferien jedes Jahr sprunghaft an und sorgt für leere Klassenzimmer. Oft bringen die Kinder die Plagegeister von Ferienlagern mit und übertragen diese per Kopfkontakt auf ihre Mitschüler.

„Kahlschlag“ muss nicht sein

Bei Jungs wird oft kurzer Prozess gemacht und die Haare sehr stark gekürzt oder abrasiert. Damit ist das Läuseproblem in der Regel erledigt, doch solch radikale Methoden sind längst nicht mehr notwendig. Moderne Kopflausmittel wie etwa Nyda enthalten ein spezielles Dimeticon (Silikonöl), das tief in die Atemwege der Blutsauger eindringt und sie ersticken lässt. Innerhalb weniger Minuten werden die Parasiten bewegungsunfähig und zeigen keine wesentlichen Lebenszeichen mehr. Nach erfolgter Erstbehandlung können die Kinder bereits wieder am Schulunterricht teilnehmen, sollten aber zur Sicherheit noch ein zweites Mal behandelt werden.

Hygienische Reinigung genügt

Immer wieder hört man von regelrechten Putzorgien in der heimischen Wohnung, die nach einem Läusebefall eines Kindes durchgeführt werden. Das ist in den meisten Fällen unnötig, da Läuse, die vom Kopf gefallen sind, in kurzer Zeit verhungern. Es genügt also, die Schlafbekleidung des Kindes, die Bettwäsche und das Kopfkissen bei 60 Grad zu waschen. Der Boden im Kinderzimmer sollte gesaugt und nass gewischt werden. Wer mag kann Kuscheltiere vorübergehend in einen Plastiksack packen, bis eventuell vorhandene Parasiten verhungert sind. Wichtig ist alle Familienmitglieder auf Kopflausbefall zu prüfen und gegebenenfalls auch zu behandeln, um einen erneuten Ausbruch zu verhindern.

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