Aufsatz von Prof. Sauerland schafft es unter die Top Ten

Die Qualitätssicherung der medizinischen Versorgung im Gesundheitswesen ist ein Thema, dass in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden ist. Nicht erst, seitdem verschiedene Ansätze einer Gesundheitsreform in der breiten Öffentlichkeit diskutiert werden, beschäftigt sich die Wissenschaft mit dem Thema. Auch Prof. Dirk Sauerland von der Universität Witten/Herdecke, ein anerkannter Experte auf dem Gebiet, hat sich dazu Gedanken gemacht. Sein Aufsatz "Towards a More Market Based Approach: The Institutional Framework for Quality Assurance in Germany" schaffte es nun in der Kategorie Gesundheit sogar in die Top Ten Downloadliste der Wissenschaftsplattform "Social Science Research Network".

In seinem Essay analysiert Prof. Sauerland die bestehenden Spielregeln in der Qualitätssicherung der medizinischen Versorgung in Deutschland. "Die basieren im Wesentlichen auf Regulierungen, die allerdings nicht sehr zielsicher gestaltet sind", sagt er. Der Dekan der Wittener Wirtschaftsfakultät spricht sich daher dafür aus, weniger auf staatliche Regulierungen und Aufsicht zu vertrauen, als vielmehr in anderen Branchen, beispielsweise in der Luftfahrt- oder in der Lebensmittelbranche, nach Vorbildern zu suchen, wie ein eher wettbewerblicher Zugang zur Qualitätssicherung organisiert werden kann. Prof. Sauerland: "Die Entwicklung einer Qualitätskultur im Gesundheitswesen ist notwendig. Aber das ist kein Problem, das die Gesundheitsbranche allein betrifft: In vielen anderen Bereichen haben wir ähnliche Probleme, weil die Qualität der Dienstleistungen dort eine ebenso große Rolle spielt wie im Gesundheitswesen und sie für den Kunden in der Regel ebenso schlecht auf den ersten Blick zu erkennen ist. Dort haben sich einige kreative Lösungsansätze im Wettbewerb entwickelt, die es zu analysieren weiterzuentwickeln gilt."

Den Essay von Prof. Sauerland finden Sie unter www.uni-wh.de/sauerland zum Download.

Weitere Informationen erhalten Sie von Prof. Dirk Sauerland unter der Rufnummer 02302 / 926-524 oder dirk.sauerland@uni-wh.de.
(idw, 01/2010)

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