Aufatmen in den eigenen vier Wänden

(djd). Wie gesund sind die eigenen vier Wände eingerichtet? Diese Frage stellen sich nicht nur Allergiker. Schließlich können die verwendeten Materialien großen Einfluss auf das Wohlbefinden haben, vom Boden über die Wandfarbe bis hin zu den Möbeln. Auf diese Weise addieren sich Emissionen, die mit der Zeit die Raumluft belasten – erst recht, wenn nicht oft genug gelüftet wird. Noch besser ist es, sich von vornherein für emissionsarme Produkte zu entscheiden. Schließlich wird zum Beispiel der Bodenbelag über viele Jahre und Jahrzehnte genutzt.

Teppich oder Glattbelag?

Schon bei der Frage „Teppichboden oder Glattbelag“ scheiden sich die Geister. Die weit verbreitete Ansicht, dass Laminat, Linoleum oder Holz für Allergiker stets die bessere Lösung seien, treffe aber so nicht zu, meint Dr. Norbert Arnold vom Technischen Produktservice bei Uzin Utz: „Der Vorteil des Textilbelags ist, dass er Staub und Schmutz bindet. Allergene werden somit nicht permanent aufgewirbelt. Notwendig ist natürlich auch ein regelmäßiges Säubern.“ Beim Glattbelag hingegen kann etwa feiner Staub frei umher wirbeln, so Dr. Arnold weiter. Wenn es um die Verarbeitung gehe, bestünden unter gesundheitlichen Aspekten kaum Unterschiede zwischen den Materialien. „So gut wie alle Bodenbelagsklebstoffe sind heutzutage lösemittelfrei, die allermeisten davon gelten sogar als sehr emissionsarm.“

Passende Systeme auswählen

Wichtig sei es jedoch, den Bodenbelag und die Verlegematerialien passend zueinander auszuwählen. „Für eine Verringerung der Emissionen im Raum und die Wohngesundheit zahlt es sich aus, in Systemen zu denken, um Wechselwirkungen zwischen Bodenbelag und Klebstoff zu vermeiden“, betont Bodenexperte Dr. Arnold. Der Fachmann empfiehlt daher, in jedem Fall eine Beratung durch den Boden-Experten in Anspruch zu nehmen, unter http://www.bodengestalter.de gibt es Adressen vor Ort. „Der Profi aus dem Handwerk weiß, welche Materialien miteinander eingesetzt werden können – eine Frage, die der Heimwerker alleine gar nicht überblicken kann“, so die Einschätzung von Dr. Norbert Arnold.

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