Auf zwei Reifen durchs Land: für jeden die passende Radtour

(mpt-13/64). Zwischen Alpen und Küsten erstreckt sich ein Eldorado für Pedalritter. Das Radwegenetz in der Bundesrepublik umfasst rund 70.000 Kilometer, auf denen Radler jeglicher Couleur in Fahrt kommen. Die ADFC-Radreiseanalyse 2012 hat ergeben, dass 2011 rund 84,4 Prozent der deutschen Zweiradfans im eigenen Land unterwegs waren. Außerdem werden Elektrofahrräder beim Radurlaub immer beliebter. Der „eingebaute Rückenwind“ sorgt für Anschub bei weiteren Tagesetappen und beim Bergauf-Fahren. Bei Spezialveranstaltern wie etwa Eurobike kann man sich E-Bikes oder Pedelecs, also Räder mit elektronischer Tretunterstützung, für den Aktivurlaub ausleihen.

Genussvoll radeln mit dem Pedelec

Eine Radtour, auf der Aktivsein und Genuss eine große Rolle spielen, ist zum Beispiel die Münchner Seenrunde. Die Radler starten in München. Dann geht es zum Starnberger See und entlang der Osterseen bis zum Staffelsee bei Murnau. Der Alpenrand rückt immer näher. Wer einmal ganz hoch hinauf will, lässt in Garmisch-Partenkirchen das Rad stehen und fährt mit der Zugspitzbahn auf den höchsten Berg Deutschlands. Noch einmal wechseln die Pedalritter auf die Schiene, um den Höhenunterschied von 300 Metern bis nach Scharnitz zu überwinden. Dann geht es auf relativ flachen Wegen – mit dem Pedelec sogar extrem gemütlich – vorbei an tiefen Schluchten und blühenden Wiesen bis zum Isarursprung im Karwendel. Der türkisgrüne Fluss begleitet die Radurlauber auch auf ihrem weiteren Weg nach Bad Tölz, an den Tegernsee und zurück in die bayerische Landeshauptstadt. Die Webseite ( http://www.eurobike.at ) bietet alle wichtigen Infos zu dieser Reise und weiteren Radtouren in ganz Europa.

Spitzenreiter für Radurlauber

Spitzenreiter unter den deutschen Radfernwegen sind seit Jahren der Elberadweg sowie die Strecken an Main, Donau und Weser. Wer etwa im Abschnitt zwischen Dresden und Dessau entlang der Elbe radelt, kann sich zwischen verschieden langen Tourvarianten – zwischen vier und zehn Tagen – entscheiden. Die Radler sind auf eigene Faust unterwegs, können sich jedoch auf die Serviceleistungen des Radreiseveranstalters – unter anderem Routenplanung, Zimmerreservierung und Gepäcktransport – verlassen. Zu den Eurobike-Extras gehören auch Fahrten mit dem Schiff oder der Bahn sowie Führungen in den Städten. Zur Wahl stehen außerdem Rundtouren, Fahrten von A nach B mit Rücktransport oder sogenannte Sternfahrten von einem festen Ausgangspunkt. Wer lieber mit Gleichgesinnten unterwegs ist, bucht eine geführte Gruppentour mit Reiseführer und Begleitfahrzeug.

Mit eigener Muskelkraft durch Europa

Mit Eurobike lässt sich ganz Europa – von Skandinavien bis ans Mittelmeer – aktiv entdecken. Bewegungshungrige erkunden reizvolle Landschaften auf besonders intensive Weise. Wer Aktivsein und Genuss gleichermaßen schätzt, dem gefällt auch eine kombinierte Rad-Schiff-Reise, wie man sie an der Donau, aber auch in den Niederlanden oder Belgien unternehmen kann. Auch auf einem Hausboot – sie gibt es unter anderem auf der Mecklenburger Seenplatte oder Flüssen wie der Mosel – ist Platz für das Fahrrad.

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