Auf mystischen Wegen

(djd). Schritt für Schritt die Alltagshektik hinter sich lassen und in die Natur eintauchen: Wandern bedeutet für viele Entschleunigung pur. Attraktive Regionen liegen direkt vor der Haustür wie etwa das zentral in Deutschland gelegene Weserbergland. Die charakteristische Flusslandschaft, die sanft geschwungenen Hügel und gemütliche Fachwerkstädte bilden hier die Zutaten für erholsame Wanderurlaube. Bekannt und beliebt für ausgedehnte Touren sind insbesondere die beiden zertifizierten Qualitätswanderwege der Region, der Weserbergland-Weg und der Ith-Hils-Weg. Doch daneben gibt es viele weitere kürzere Strecken, die für noch mehr Vielfalt sorgen und zudem auch für eine kleine Auszeit, beispielsweise über das Wochenende, geeignet sind. Viele Tipps, Ideen und Informationen enthält die Broschüre „Wander-Urlaub im Weserbergland“, die kostenfrei unter Telefon 05151-93000 oder im Internet unter http://www.weserbergland-tourismus.de erhältlich ist.

Kultstätten und historische Figuren

Der Baron von Münchhausen oder die Rattenfängerstadt Hameln: Kein Zufall ist es, dass viele Märchen- und Mythengestalten in dieser Region zu Hause sind. Um Sagen und Geheimnisvolles geht es auch auf vielen reizvollen Themenrouten. So sind die Wanderer etwa auf den Erlebniswanderwegen „Sagen und Götter“ heiligen Felsen und Göttern auf der Spur. Gleich fünf Rundwanderwege von zwei bis elf Kilometern Länge stehen zur Wahl – zu geheimnisvollen Kultstätten im Ith, zu faszinierenden Felsformationen und zu historischen Orten. Eine gelungene Einstimmung auf die Kurztouren bieten Podcasts, die auf http://www.ith-sagen.de kostenfrei abgerufen werden können.

Eine „weiße Jungfrau“, die in Vollmondnächten nach ihrem Geliebten sucht, sowie die Herlingsburg, eine Wallanlage aus vorchristlicher Zeit, zählen zu den Höhepunkten auf dem Lügder Mythenweg. Mit 5,1 Kilometern Länge ist diese Rundwandertour für jedermann gut zu meistern – und belohnt mit mystischen Stätten und Erinnerungen an alte Sagen.

Drei Burgen auf einer Tour

Nicht minder historisch und abwechslungsreich ist die Drei-Burgen-Route: Diese Themenwanderung führt über 13 Kilometer auf Forstwegen und Pfaden zur Paschenburg, zur Burg Schaumburg sowie zur Burgruine Osterburg. Die historischen Bauwerke liegen an markanten Punkten des Weserberglandes. So beeindruckt unterhalb der Paschenburg ein Felsspalt, der tief in den Berg hineinführt. Der Legende nach sollen in dem sogenannten „Männekenloch“ einst kleine Wichtel gelebt haben. Die Burg Schaumburg auf dem 230 Meter hohen Nesselberg ist Namensgeber des Schaumburger Landes und gehörte einst zu den bedeutendsten Burganlagen des Wesergebietes. Bis heute beeindruckt von hier der weite Blick ins Wesertal.

Lediglich noch eine Ruine, aber nicht minder geschichtsträchtig ist die Osterburg, die vermutlich im elften oder zwölften Jahrhundert von Konkurrenten der Schaumburger Grafen erbaut wurde. Was ist Legende, was ist Historie? Das ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. In jedem Fall bergen die mystischen Wanderwege durch das Weserbergland viele Geheimnisse, die es zu erkunden lohnt – ob in Form eines ausgedehnten Urlaubs oder als Wochenendkurztour. Infoflyer und eine Karte mit Wandertipps im Westlichen Weserbergland, ebenfalls beim Weserbergland Tourismus e.V. erhältlich, stimmen auf die Touren ein.

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