Auf die Plätze, fertig, los

(dtd). Die Olympischen Sommerspiele 2012 vom 27. Juli bis 12. August in London stehen in den Startlöchern. Aber auch ohne die Spiele erfreut sich die britische Metropole hierzulande großer Attraktivität, die Stadt belegt Platz eins unter den beliebtesten Europa-Reisezielen der Deutschen. Und das trotz relativ hoher Hotelpreise von durchschnittlich umgerechnet 136 Euro pro Zimmer und Nacht im Jahr 2011.

London hat über sieben Million Einwohner, der Großraum erstreckt sich über eine Länge von 45 Kilometern entlang der Themse. Das Zentrum wird neben den Hochhäusern einer modernen Großstadt und vielen großen Plätzen und Parks vor allem durch seine weltberühmten Bauwerke geprägt, von denen der Buckingham Palace, der Tower of London, die Tower Bridge und der Palace of Westminster mit dem Glockenturm Big Ben zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen. Aber auch der Regierungssitz Downing Street, Trafalgar Square, der Verkehrsknotenpunkt Piccadilly Circus, das British Museum, die National Gallery oder die am Südufer der Themse gelegene Tate Modern gehören zum Pflichtprogramm eines London-Besuchs.

Die pulsierende Metropole zählt zu den bemerkenswertesten und aufregendsten Städten der Welt und bietet ein schier grenzenloses Angebot an Kunst, Kultur und Einkaufsmöglichkeiten. Ihre reiche Geschichte, die beeindruckende Architektur und über 200 Museen – mit zum Teil freiem Eintritt – machen sie auch zu einer einzigartigen Kulturhauptstadt. Die meisten Highlights, Theater und Restaurants liegen in Central London, viele lassen sich zu Fuß erreichen. Trotz der über sieben Millionen Einwohner machen 30 Prozent der Fläche in London Parks und Grünanlagen aus.

London eröffnet Seilbahn über die Themse

(dtd). In 91 Meter Höhe über die Themse schweben: Eine rechtzeitig zu den Olympischen Spielen neu eröffnete Seilbahn bietet London-Besuchern beste Aussichten auf die Sehenswürdigkeiten der Olympiastadt. Die Bahn verbindet das Messezentrum ExCel-Centre mit dem Millenium Dome, einer Veranstaltungshalle für große Musik- oder Sportereignisse. Beide werden während der Olympischen Spiele für Sportwettkämpfe genutzt. Die Gondelbahn soll nach Olympia als Verkehrsmittel für Pendler bestehen bleiben. Eine Fahrt auf der einen Kilometer langen Strecke kostet zwischen 3,20 und 4,30 Pfund (3,99 bis 5,40 Euro). Von den Gondeln aus können die Fahrgäste aus bis 91 Meter Höhe unter anderem den Olympiapark, das Canary Wharf Finanzcenter und die Flutschutzwehre der Thames Barrier sehen. Pro Stunde hat die Seilbahn eine Kapazität von 2.500 Passagieren. Die Anlage kostete 60 Millionen Pfund (75 Millionen Euro) und wurde hauptsächlich aus privaten Mitteln finanziert.

Die Sportstätten der Olympischen Sommerspiele 2012

(dtd). Der Olympiapark als Hauptveranstaltungsort der Olympischen Spiele 2012 ist ein parkartiges Gelände mit mehreren bedeutenden Sportanlagen in Stratford im Osten der Metropole. Das 250 Hektar große Areal entstand durch die vollständige Umgestaltung einer Industriebrache. Nach den Spielen wird der Park in Queen Elizabeth Olympic Park umbenannt, zur Erinnerung an das 60. Thronjubiläum von Königin Elisabeth II. Westlich des völlig neuen U-Bahnhofs Stratford liegen die Spielstätten, der Weg ist mit großen Schildern ausgezeichnet. Auf der anderen Seite der U-Bahn-Station liegt Stratford, eins der vielen Dörfer, aus denen sich Groß-London zusammensetzt.

Sportstätten außerhalb des Olympiaparks sind etwa das Konferenzzentrum ExCEL nahe dem Flughafen London City, wo Disziplinen wie Judo oder Gewichtheben stattfinden, im Hyde Park läuft der Triathlon, im Greenwich Park Pferdesport. Basketball und Turnen wird in der riesigen North Greenwich Arena (besser bekannt als O2-Arena) an der Themse ausgetragen, Fußball im legendären Wembley-Stadion gespielt. Vom 29. August bis 9. September finden zudem die Paralympic Games der Behindertensportler statt. Detaillierte Angaben zu allen Sportstätten und Terminen gibt es unter http://www.london2012.com. Hier können auch Tickets gebucht werden. Viele Veranstaltungen sind aber längst ausverkauft.

Auf dem Programm der Olympischen Sommerspiele in London stehen 302 Wettbewerbe in 26 Sportarten, 162 Wettkämpfe werden von den Männern und 132 von den Frauen bestritten, acht Wettbewerbe sind gemischt besetzt. Im Vergleich zu 2008 in Peking wurden die Mannschaftssportarten Softball und Baseball aus dem olympischen Programm gestrichen, dennoch bleibt die Zahl der Wettbewerbe insgesamt gleich. In vielen Sportarten gab es kleinere oder größere Änderungen: So werden beispielsweise beim Fechten die Mannschaftswettbewerbe im Damen-Säbel und Herren-Degen durch Damen-Degen und Herren-Florett ersetzt. Beim Boxen gibt es erstmals drei Gewichtsklassen für Frauen, bei den Männern wird mit dem Federgewicht eine Gewichtsklasse gestrichen. Beim Tennis wiederum wird das Mixed-Doppel nach 88 Jahren wieder ins Programm aufgenommen.

ARD und ZDF setzen auf Streaming-Marathon

(dtd). Es ist eine kleine Medien-Revolution: ARD und ZDF werden in London mehr im Internet als im Fernsehen berichten. Rund 260 Stunden umfasst die klassische TV-Berichterstattung. Mehr als doppelt so umfangreich ist hingegen das Angebot an bewegten Bildern, das die beiden öffentlich-rechtlichen Sender im Internet zeigen. Die sechs parallelen Live-Streams unter sportschau.de/olympia und zdfsport.de ersetzen das Angebot in den Digitalkanälen bei früheren Olympischen Spielen. Die Produktion für das Internet sei günstiger als für Digitalsender wie EinsPlus oder ZDFinfo, erklärte die ARD. Durch das Timeshifting-Verfahren kann jeder Stream angehalten und später wieder gestartet werden. Abrufbar sind die Streams über Computer, Smartphones und Tablet-PCs.

In den vergangenen Jahren hatten die Sender einen Teil ihrer Berichterstattung auf die Digitalsender ausgelagert. Im Internet sollen die Zuschauer nun keine Entscheidung mehr verpassen, selbst wenn keine deutschen Athleten um Medaillen kämpfen. Zu den Bildern, die von der gastgebenden Sendeanstalt Olympic Braodcasting Services produziert werden, gibt es die Möglichkeit, Liveticker, Statistiken und Hintergrundinformationen aufzurufen. ARD und ZDF übertragen die Wettkämpfe im Netz allerdings nicht in HD. Um das Online-Angebot in zufriedenstellender Qualität empfangen zu können, ist laut ZDF ein DSL-Anschluss mit einer Übertragungsrate von mindestens 2 Mbit/s notwendig. Dennoch dürften die Sender mit dem Schritt ins Internet mehr Zuschauer erreichen als über die Digitalsender. Einen „Quantensprung“ versprechen die TV-Sender auch für die Übertragung der Paralympics (29. August bis 9. September). Mehr als 65 Stunden Sendezeit und damit doppelt so viel wie bei den Wettkämpfen in Peking wird es in London geben. „Wir wollen den Athleten die Bühne geben, die sie verdienen“, sagte ein Vertreter der ARD.

Die Herren der Ringe

(dtd). Firmen müssen schon ungewöhnliche Ideen haben, wenn sie die Olympischen Spiele in London für ihre Werbung nutzen wollen. Denn das Logo und der Name sind in Deutschland geschützt, Olympioniken dürfen während der Veranstaltung nicht werben.
Offizielle Partner der Veranstaltung stehen bereits mit großen Werbekampagnen am Startblock. Alle anderen Unternehmen hingegen müssen aufpassen, wenn sie die Spiele für sich nutzen wollen. Wer keinen Vertrag mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) hat, darf in seinen Anzeigen, Plakaten oder TV-Spots weder die olympischen Ringe verwenden noch die teilnehmenden Sportler abbilden. Es ist sogar verboten, auch nur die Medaillen zu zeigen. Nach Expertenmeinung agieren die Rechteinhaber sowohl bei Olympia als auch bei Fußballwelt- und Europameisterschaften heute viel restriktiver als in der Vergangenheit. Was kaum bekannt ist: Das olympische Emblem und die olympischen Bezeichnungen sind hierzulande seit 2004 durch ein Gesetz geschützt. Demnach dürfen nur der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und das IOC darüber verfügen. Hintergrund: Das IOC vergibt die Spiele heute nur noch in Länder, in denen es entsprechende Gesetze oder Regeln gibt.

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