Auf der Suche nach Arzneimittelfälschungen

Viele afrikanische Länder südlich der Sahara haben ein großes Problem mit der Arzneimittelversorgung. Korruption und andere Unregelmäßigkeiten sind dafür verantwortlich, dass immer wieder Arzneistoffe sehr schlechter Qualität oder Arzneimittel ohne Wirkstoff auf den Markt gelangen. Dies gilt insbesondere für Antibiotika und Antimalariamittel. Der Prozentsatz an Arzneimittelfälschungen ist in vielen Ländern höher als 50 Prozent.

Um solche Fälschungen aufzudecken, bedarf es einerseits einfacher Methoden, um sie vor Ort schnell anwenden zu können. Andererseits müssen diese Methoden aber auch sehr empfindlich sein, um die Qualität nachhaltig zu sichern, was sie in der Regel vergleichsweise recht aufwändig macht.

Zur Person: Eliangiringa Kaale

Eliangiringa Kaale wird während seines Aufenthalts an der Universität Würzburg neue kapillarelektrophoretische Methoden entwickeln, mit deren Hilfe sich auch kleinste Mengen an Verunreinigungen nachweisen lassen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen dabei sogenannte Fluorchinolone.

Kaale hat in Dar es Salaam Pharmazie studiert und an der Katholischen Universität in Leuwen, Belgien, sowohl einen Mastergrad erlangt als auch promoviert. Nach einer Postdoc-Zeit an der Stellenbosch-Universität in Südafrika ist er als Lecturer an seine Heimatuniversität in Dar es Salaam zurückgekehrt, wo er heute das Department Pharmacy Research & Development leitet. Zudem kümmert er sich sehr um die Belange der Arzneimittelsicherheit in Afrika.

Kontakt

Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe, T: (0931) 3185460,
u.holzgrabe@pharmazie.uni-wuerzburg.de

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