Auch Superman würde im Verbund arbeiten – TMF-School startet mit 32 medizinischen Verbundforschern

Viele gute Ideen konnten sich erst durchsetzen, nachdem die richtigen Partner mit im Boot waren. „Wir können davon ausgehen, dass auch Superman heute im Verbund arbeiten würde“, so Prof. Dr. Frank Ückert (Universität Mainz), der die Teilnehmer im Namen des Kuratoriums der TMF-School begrüßte.

Ziel der TMF-School ist es, die Methodenkompetenz in der medizinischen Verbundforschung zu stärken. Damit soll zugleich eine Lücke geschlossen werden, die zurzeit in den Curricula der einschlägigen Studiengänge noch besteht. Die TMF-School wird gemeinsam von der TMF – Technologie- und Methodenplattform für die medizinische Forschung e.V. (TMF), der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) und dem Berufsverband Medizinischer Informatik (BVMI) durchgeführt.

Fiktives Beispiel zeigt die wesentlichen Fragen aus der Praxis

Schwerpunktthema der TMF-School 2011 ist „IT für Biobanken“, das sich durch die sechs thematischen Blöcke der Veranstaltung zieht. Anhand eines Beispiel-Szenarios – dem Aufbau eines Forschungsnetzwerks zu einer fiktiven seltenen Erkrankung – werden die Themen aufeinander aufbauend durchgearbeitet. Dabei formulierten die Teilnehmer bereits in der ersten Gruppenarbeit zur Planung eines klinischen Registers die wesentlichen Fragen, die sich auch in der Praxis regelmäßig stellen.

Der Bedarf für eine solche Fortbildungsveranstaltung ist hoch: Die TMF-School war wenige Tage nach Versand der Einladungen ausgebucht. 32 Verbundforscher können in diesem Jahr teilnehmen – ursprünglich waren nur 24 Teilnehmer vorgesehen. Etwa ebenso vielen Interessenten musste abgesagt werden. Die TMF-School, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, wird künftig jährlich stattfinden.

Bessere Methodik für bessere Ergebnisse

Die Teilnehmer der TMF-School 2011 repräsentieren 32 verschiedene medizinische Verbundforschungsprojekte und fast ebenso viele verschiedene Standorte. Sie alle haben bereits erste oder gar umfangreiche Erfahrungen gesammelt und sind am Aufbau von Biobanken und Registern leitend beteiligt. Ihr Interesse ist es, die Qualität ihrer Forschungsarbeiten zu steigern, um letztlich für die jeweilige Patientengruppe bessere Ergebnisse zu erzielen.

Ein Kuratorium mit Experten aus TMF, GMDS und BVMI unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Ückert hat in den vergangenen Monaten das Curriculum der TMF-School erarbeitet. Die meisten Referenten sind schon seit langem in den Arbeitsgruppen der TMF aktiv und haben intensiv an der Entwicklung von Methoden und Lösungen für die medizinische Verbundforschung mitgewirkt.

Ein Netzwerk auf mehreren Ebenen

„Für eine erfolgreiche Vernetzung ist neben der technischen Infrastruktur auch die soziale Vernetzung der Forscher und die damit verbundene Vertrauensbildung ein Erfolgsfaktor für die Forschung.“ stellt Prof. Ückert den Netzwerkgedanken heraus. „Dies wird durch die familiäre Atmosphäre in dem romantischen Schloss Rauischholzhausen unterstützt.“

Ansprechpartner für die Medien:

Antje Schütt (TMF)
Tel. mobil: 0173 61 41 663
E-Mail: antje.schuett@tmf-ev.de

für das Kuratorium:
Prof. Dr. Frank Ückert (Universität Mainz)
Tel.: 06131 / 17-8209
E-Mail: ueckert@uni-mainz.de

für die Lokalmedien im Raum Gießen:
Dr. Rainer Röhrig (Justus Liebig-Universität Gießen)
Tel. mobil: 0160 70 10 534
Tel. Klinik: 0641 / 985 44 494
E-Mail: rainer.roehrig@chiru.med.uni-giessen.de

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