Auch Kleinvieh macht Mist

(djd). Bis zu 20 Prozent kann jeder Haushalt an elektrischer Energie einsparen, wenn unnötige Stromfresser aufgespürt und konsequent eliminiert werden. Das fängt buchstäblich im Kleinen an – zum Beispiel beim Handy. Aber nur etwa ein Drittel der Deutschen nutzt den Stromsparmodus des Mobiltelefons. Einer der Hauptgründe dafür: Knapp jeder Vierte weiß gar nicht, dass sich sein Handy oder Smartphone auf Energiesparen umschalten lässt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern, die im Auftrag des Öko-Energieversorgers LichtBlick durchgeführt wurde.

Smartphones verbrauchen mehr Strom

Dabei sind die Möglichkeiten zum Energiesparen vor allem für die inzwischen mehr als zwölf Millionen deutschen Smartphone-Besitzer nicht unwichtig. Denn gegenüber der früheren Handygeneration verbrauchen die kleinen Alleskönner deutlich mehr Strom. Bei intensivem Einsatz halten die Akkus oft nicht länger als ein paar Stunden. Die Alt-Handys mussten dagegen im Durchschnitt nur einmal pro Woche an die Ladestation. „Das häufige Nachladen als Folge des größeren Stromverbrauchs wird vor allem durch größere und stets beleuchtete Displays der Smartphones verursacht. Gleichzeitig sorgt die permanente Sendeleistung über Mobilfunk und WLAN für verkürzten Telefonier- und Surfspaß“, erläutert LichtBlick-Sprecher Ralph Kampwirth.

Nutzungsdauer ausdehnen

Dabei lässt sich die Nutzungsdauer der Smartphones durch bewusstes Energiesparen signifikant ausdehnen. „Schaltet der Nutzer beispielsweise besonders energiefressende Funktionen aus, wenn er sie gerade nicht benötigt, kann er mit einer Akkuladung deutlich länger telefonieren und surfen“, empfiehlt der LichtBlick-Sprecher. Zu diesen Funktionen zählen der automatische Abruf neuer Nachrichten vom E-Mail-Konto oder Apps, die einmal installiert ständig im Hintergrund mitlaufen. Zum Ausschalten dieser Features sind der Umfrage zufolge allerdings nur 16 Prozent bereit. Ganz undenkbar ist es für die allermeisten, aus Energiespargründen ganz auf das Smartphone zu verzichten: Nur sieben Prozent würden diesen „radikalen“ Schritt machen.

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