Auch der Tod ist nicht umsonst

(djd). Anders als ein Sprichwort suggerieren will, ist der Tod keineswegs umsonst. Er kostet das Leben eines Menschen – und die Hinterbliebenen eine Menge Geld. Schnell kommen selbst bei einer herkömmlichen Bestattung mehrere Tausend Euro zusammen. Besonders stark sind in vielen deutschen Kommunen beispielsweise zuletzt die Friedhofsgebühren gestiegen, das ergab eine Erhebung des Hamburger Verbraucherportals „bestattungen.de“. Die Preise sind regional zwar sehr unterschiedlich, im bundesweiten Durchschnitt kann man bei den Friedhofsgebühren aber mit 2.400 Euro rechnen. Insgesamt muss man für eine Bestattung heute mit Ausgaben von 5.000 bis 7.000 Euro kalkulieren.

Erinnerungsdiamanten als alternative Bestattungsform

Nicht nur aus Kostengründen denken immer mehr Bundesbürger über alternative Bestattungsformen nach. Vor zehn Jahren wurde beispielsweise in der Schweiz eine völlig neue Bestattungsart ins Leben gerufen, die im Einstiegspreis nicht mehr kostet als die traditionelle Grabstätte plus Pflege: die Diamantbestattung. Die Firma Algordanza stellt aus der Asche der Verstorbenen Erinnerungsdiamanten her, die Schweizer sind auch heute der einzige zertifizierte Hersteller dieser Diamanten. Die Beauftragung für die Herstellung erfolgt immer über das lokale Bestattungsunternehmen. Allein in Deutschland zählen bereits mehr als 3.000 Institute zu den Partnern. Den Diamanten gibt es als Einzelexemplar ab 3.900 Euro und als Familiendiamanten ab 2.400 Euro. Alle weiteren Informationen gibt es unter http://www.algordanza.de im Internet.

Von der Bestattung zum Diamanten

Zunächst wird der Verstorbene in Deutschland durch den lokalen Bestatter eingeäschert, danach geht die Urne in ein Labor in der Schweiz. In einem mehrwöchigen Verfahren unter hoher Temperatur und hohem Druck wird die Kremationsasche dort zu einem Rohdiamanten gepresst und dann in Handarbeit zu einem weiß bis bläulich funkelnden Brillanten geschliffen. „Etwa 80 Prozent unserer Kunden lassen diesen Diamanten in ein anderes Schmuckstück einarbeiten. Sehr oft wird aus dem Gold des Eherings des Verstorbenen ein neuer Ring hergestellt, den der hinterbliebene Partner immer bei sich tragen kann“, erläutert Geschäftsführer Andreas Wampl. So bleibe die Erinnerung an den Verstorbenen über Generationen erhalten. Jeder Erinnerungsdiamant, so Wampl, sei ein Unikat, Größe und Aussehen können frei gewählt werden.

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