Asklepios Klinikum Uckermark kooperiert mit der Gesellschaft für Transplantationsmedizin MV

Die 2015 in Rostock gegründete gemeinnützige Gesellschaft wird von zwei erfahrenen Medizinern aus dem Bereich der Organ- und Gewebespende geleitet. Die GTM-V bedient als eine der wenigen Einrichtungen in Deutschland das gesamte Spektrum der postmortalen Spende, also der Entnahme von Augenhornhäuten, Knochen, Sehnen, Haut, Herzklappen und Blutgefäßen nach dem Tod.

„Mit dieser Kooperation betreten wir Neuland“, sagte Ulrich Gnauck, Geschäftsführer der Asklepios Klinikum Uckermark GmbH. „Allerdings haben wir bereits am Standort Pasewalk gute Erfahrungen mit der Zusammenarbeit sammeln können. Dort läuft die Kooperation bereits seit vergangenem Jahr erfolgreich. Unser Hauptanliegen besteht in der besseren Versorgung unserer Patienten aller Altersgruppen mit innovativen Gewebetransplantaten ohne längere Wartezeiten“, betonte Gnauck.

„Das Konzept verfolgt einen überzeugenden Ansatz“, hob auch der Ärztliche Direktor Prof. Rüdiger Heicappell hervor. „Hier geht es darum, dass Patienten aller Kliniken, egal welcher Größe, von der modernen Gewebemedizin profitieren sollen. Der Bedarf an Gewebetransplantaten kann heute schon nicht abgedeckt werden und wird weiter wachsen. Der Zugang zum medizinischen Fortschritt in diesem Bereich ist für uns von besonderem Interesse.“ Prof. Rüdiger Heicappell weiß worüber er spricht, hat er doch selber jahrelang in einem Transplantationsteam mitgearbeitet.

Bedarf kann nicht gedeckt werden und es kann jeden treffen
„Die Versorgung von Patienten mit hochwertigen Gewebetransplantaten ist auch neun Jahre nach Inkrafttreten der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Transplantationsgesetz äußerst unbefriedigend. Die Wartezeiten beim Ersatz einer Augenhornhaut liegen bei ca. drei Monaten, bei kardiovaskulären Geweben, also Herzklappen und Gefäßen, ist es ähnlich“, sagte der Geschäftsführende Arzt der GTM-V, der Rostocker Dr. Frank-Peter Nitschke. „Noch immer müssen Gewebetransplantate aus dem Ausland importiert werden. Von den jährlich etwa 8.000 Hornhauttransplantationen in Deutschland werden rund 1.000 durch Spenden aus dem Ausland abgedeckt. Im Notfall kann das Fehlen von geeignetem Spendergewebe auch tödlich enden oder zu einer dauerhaften Verschlechterung der Lebensqualität führen. Das muss nicht sein, das wollen wir zeitnah ändern“, so Nitschke.
Ansprechpartner für alle Fragen zu Organ- und Gewebespenden im Asklepios Klinikum Uckermark ist der Chirurg und Notarzt, Leiter der Krankenhaushygiene und Transplantationsbeauftragte, Oberarzt Thomas Klinkmann (Foto). „Jeder sollte sich frühzeitig Gedanken über eine Organ- und Gewebespende machen und sich zur eigenen Spendenbereitschaft in einem Organspenderausweis positionieren. Schon ein Verkehrsunfall reicht aus, um dringend auf Gewebespenden angewiesen zu sein.

Bei Verbrennungen sind unter anderem Hautgewebespenden notwendig. Es kann jeden treffen, jeden Tag und in jedem Alter, dass er auf lebensrettende Spenden angewiesen ist“, machte der Transplantationsbeauftragte deutlich. „Für mich ist die Zustimmung zur Organ- und Gewebespende auch ein Akt der Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe“, so der Mediziner.

„Als modernes Krankenhaus der Schwerpunktversorgung werden wir künftig im Rahmen dieser Kooperation unseren Beitrag leisten, erstmals auch Gewebespenden zu gewinnen. Andererseits können wir hochwertige Transplantate der Rostocker Gewebebank zur Therapie für unsere Patienten in Anspruch nehmen. Eine 90-jährige verstorbene Frau war die erste Spenderin seit Beginn der Zusammenarbeit, deren Augenhornhäute in Absprache mit ihrer Familie für andere Patienten zur Verfügung gestellt wurden. Zwischen der Organ- und Gewebespende treten große Unterschiede auf. Bei der Gewebespende spielt das Alter noch weniger eine Rolle und die entnommenen Transplantate können aufbereitet weitaus länger konserviert und genutzt werden“, sagte Klinkmann.

Spenden ist Vertrauenssache
Das Asklepios Klinikum Uckermark meldet potenzielle Spender an die Rostocker GTM-V. „Das vertrauensvolle Gespräch mit den Angehörigen und die Entnahme der Spenden bei den Verstorbenen erfolgt grundsätzlich mit unseren medizinischen Fachkräften sowie in enger Zusammenarbeit mit dem Transplantationsbeauftragten und dem Krankenhaus“, unterstrich Dr. Axel Manecke von der GTM-V. „Dabei legen wir viel Wert auf umfassende Informationen über die Gewebespende und Transparenz im Umgang mit menschlichen Transplantaten“, so Manecke. „Unser Ziel ist es, den Bedarf an Gewebespenden zu decken, so dass jeder Patient auch sofort die Hilfe bekommt, die er benötigt.“

Das Asklepios Klinikum Uckermark in Schwedt an der Oder (Brandenburg) ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 14 Kliniken und bildet mit 420 Betten, 40 Tagesklinikplätzen und 690 Mitarbeitern die größte medizinische Einrichtung im Landkreis Uckermark.

Die GBM-V ist im Biomedizinischen Forschungszentrum Rostock (BMFZ) angesiedelt und Mitglied im BioCon Valley e.V.

BioCon Valley GmbH
Leiter Öffentlichkeitsarbeit: Robert Sington
Walther-Rathenau-Straße 49a,
17489 Greifswald
T +49 3834-515 308
E rs@bcv.org

Asklepios Klinik Uckermark GmbH
Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Greifswald
Geschäftsführer: Ulrich Gnauck
Auguststraße 23, 16303 Schwedt/Oder
Transplantationsbeauftragter: Oberarzt Thomas Klinkmann
T +49 (0)3332 -53 31 45
E t.klinkmann@asklepios.com
Öffentlichkeitsarbeit: Doreen Dietrich
T +49 (0)3332 -53 31 11
E do.dietrich@aslepios.com

GBM-V Gewebebank Mecklenburg-Vorpommern gGmbH
Geschäftsführer: Dr. med. Frank-Peter Nitschke/Antony Odell
Biomedizinisches Forschungszentrum Rostock, Schillingallee 68, 18057 Rostock
Gesellschaft für Transplantationsmedizin Mecklenburg-Vorpommern gGmbH
Geschäftsführer: Dr. med. Frank-Peter Nitschke/Dr. med. Axel Manecke
Wilhelm-Külz-Platz 3, 18055 Rostock
T +49 (0)381-444 30 50
M +49 171 222 26 06
E frank-peter.nitschke@gtm-v.de
E axel.manecke@gtm-v.de

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