Arzt oder Apotheker: Wer besser beraten kann

Den Gang zum Arzt oder zur Apotheke legt jeder Patient selbst aufgrund des Befindens und anhand der Stärke der Beschwerden fest. Plagt man sich mit bereits bekannten Symptomen und kennt daher die nötigen Arzneien, kann ein Besuch in der Apotheke viel Zeit sparen. Benötigt man zum eigenen Befinden eine Diagnose und eine Behandlung, so sollte man einen Arzt aufsuchen.

Der Besuch beim Arzt

Bei Krankheit und Unwohlsein denkt man oft zuerst über einen Arztbesuch nach. Von einem solchen erhofft man sich nach einer genauen Untersuchung eine eindeutige Diagnose und Behandlung zur schnellen Genesung. Gerade bei schweren Erkrankungen ist es unvermeidlich einen Arzt aufzusuchen, der mit seinem umfangreichen Wissen über mögliche Symptome und dem geeigneten Untersuchungsinstrument baldigen Aufschluss über das Krankheitsbild und seine erforderliche Behandlung geben kann. Dabei muss der Arzt auch mögliche Wechselwirkungen erkennen und dementsprechend das optimale Präparat bestimmen. Zur Behandlung ist oftmals ein rezeptpflichtiges Medikament nötig, welches ohne eine Konsultation des Arztes nicht zu erwerben wäre.

Beratung durch den Apotheker

Dennoch greifen viele Patienten bei allseits bekannten Symptomen einer Erkältung, Heiserkeit oder Verdauungsproblemen eher auf Selbstmedikation unter der Beratung eines Apothekers zurück und vermeiden einen Besuch beim Arzt mit langer Wartezeit. Zudem nimmt die verfügbare Anzahl an nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten am Markt stetig zu. Unter dem Aspekt der langen Wartezeiten in Arztpraxen ist es nicht verwunderlich, dass Patienten auf eine eigene Diagnose setzen, was den Beruf eines Apothekers umso wichtiger macht.

Dieser muss die Patienten beim Kauf eines Medikaments über mögliche Neben- und Wechselwirkungen aufklären und anhand des Kundengesprächs abschätzen, ob das Medikament zur Behandlung geeignet ist. Anders als ein Arzt darf ein Apotheker jedoch keine Behandlung durchführen und den Kunden lediglich über mögliche Medikamente beraten. Laut den neuesten Studien gelingt es den ausgebildeten Apothekern auch sehr gut, das geeignete Präparat zu identifizieren.

Ärzte und Apotheker gehen immer öfter Hand in Hand

Beide Berufe erfordern ein ausführliches Wissen zum Umgang und Gebrauch von Medikamenten, weshalb Ärzte und Apotheker bei der Behandlung von Patienten auch immer stärker zusammenarbeiten. Aufgrund der ausführlichen Untersuchungsmethoden kann ein Arzt besonders bei gerade erstellten Diagnosen ein treffendes Medikament identifizieren.

Der Apotheker ist durch seine pharmazeutische Ausbildung ebenfalls mit den Zusammensetzungen verschiedener Medikamente vertraut und kann den Kunden ausführlich zur Medikamentennutzung beraten, ganz gleich, ob dieser schon selbst eine Vorstellung vom benötigten Wirkstoff hat oder nicht. Denn in erster Linie beschäftigt sich ein Apotheker während seines Studiums mit verschiedenen Bereichen aus den medizinischen Naturwissenschaften. Mit einem Pharmazie-Studium arbeitet man nicht ausschließlich an der zukünftigen Laufbahn in einer Apotheke. Auch die Forschung und Industrie bieten weitere Berufe für Pharmazeuten. Eine angemessene Bezahlung ist meist garantiert, sodass sich die zeitliche und finanzielle Investition in ein Studium rentiert. Wer selbst eine Apotheke eröffnen möchte, sollte sich neben der Pharmazie auch mit betriebswirtschaftlichen Fragen auseinandersetzen oder einen Partner mit den entsprechenden Kenntnissen mit ins Boot holen.

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