Arzneimittelpflaster: Alternative, um Krankheiten oder Beschwerden zu behandeln

Die Haut ist unser größtes Organ. Mit anderthalb bis zwei Quadratmeter Fläche und bis zu zehn Kilogramm Gewicht ist die Haut für unseren Stoffwechsel lebenswichtig. Sie reguliert neben anderen Organen wie etwa der Niere den Salz- und Wasserhaushalt und schützt den Körper vor Umwelteinflüssen und Krankheitserregern. Die Haut ist aber nicht undurchlässig. Sie kann sogar Arzneistoffe aufnehmen, wenn diese entsprechend aufbereitet sind. Für viele Krankheitssymptome gibt es heute diese „Medizin, die über die Haut wirkt“ – zum Beispiel gegen Reiseübelkeit und starke Schmerzzustände, bei Hormonmangel oder zur Vorbeugung von Angina-Pectoris-Anfällen.

Reisepflaster

Sie werden etwa fünf Stunden vor Reiseantritt auf eine trockene, unbehaarte Stelle hinterm Ohr geklebt und können bis zu drei Tage am Körper bleiben. Der Wirkstoff Scopolamin hilft Übelkeit, Schwindel und Erbrechen zu lindern. Diese Pflaster gibt es in jeder Apotheke.

Nikotinpflaster

Die Pflaster werden zur Unterstützung bei der Raucherentwöhnung eingesetzt und können auf Arm, Rücken oder Brust geklebt werden. Sie sind nicht verschreibungspflichtig und werden daher in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Schmerzpflaster

Sie werden bei starken Schmerzzuständen (etwa Tumorschmerzen) eingesetzt, enthalten Opioide wie Fentanyl oder Buprenorphin. Bei Schmerzpflastern treten weniger Nebenwirkungen wie etwa Müdigkeit oder Verstopfung auf als bei oralen Opioiden.

Nitratpflaster

Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, die zu Angina-Pectoris- Anfällen neigen, kann das Nitratpflaster kontinuierlich seinen Wirkstoff freisetzen und so einem Anfall vorbeugen.

Scroll to Top