Arbeiten und Pflegen: Mission Impossible?

Jeder zehnte Beschäftigte pflegt nach einer Untersuchung des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend bereits heute einen Angehörigen, Tendenz steigend. Um pflegende Berufstätige im Unternehmen zu halten und deren Leistung zu bewahren, braucht es neue Modelle der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Hier bieten zukünftige Veränderungen in der Arbeitswelt und Dienstleistungsgestaltung vielfältige Potenziale. Die Möglichkeit, neben dem Beruf hilfe- und pflegebedürftige Angehörige zu versorgen, entwickelt sich zu einem strategisch wichtigen Aspekt für die Wahl eines Arbeitgebers und beeinflusst die Identifikation mit dem Unternehmen – positiv oder negativ.
Studie konkretisiert Handlungsfelder

Im Verbundprojekt »Arbeiten und Pflegen 2020« erforscht das Fraunhofer IAO Modelle zur Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Angehörigenpflege. Ergebnisse aus Experteninterviews und Fokusgruppenworkshops mit Menschen in Vereinbarkeitssituationen zeigen einen großen Informations- und Handlungsbedarf auf. Um die Anforderungen der Personen zu erheben, die zukünftig Arbeit und Pflege vereinbaren müssen, startet das Fraunhofer IAO eine deutschlandweite Umfrage unter Berufstätigen zu folgenden Themen:

Individuelle Bedürfnisse von Arbeitnehmern vs. Anforderungen der Arbeitgeber
Erwartungen an Arbeitgeber heute und morgen
Akzeptanz von Angeboten zur besseren Vereinbarkeit

Erwerbstätige aller Branchen, egal ob Mitarbeitende, Führungskräfte, Pflegende oder (noch) Nicht-Pflegende, sind gebeten, sich zu beteiligen, um alle Facetten der Arbeitswelt abzubilden. Auf Basis der Ergebnisse erarbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Dienstleister, wie diese ihre Angebote zur Vereinbarkeit von Arbeit und Pflege bedarfsgerecht weiterentwickeln und noch passender gestalten können.

Unter allen Teilnehmenden verlost das Fraunhofer IAO fünf Waldmann-Leuchten für den Heimarbeitsplatz.

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