APOLLON Hochschule forscht zu Ambient Assisted Living

Ambient Assisted Living (AAL) bedeutet übersetzt „umgebungsgestütztes Leben“ und steht für Methoden, Konzepte, Produkte sowie Dienstleistungen, die das alltägliche Leben älterer und benachteiligter Menschen situationsabhängig und unkompliziert unterstützen – meist durch nutzerorientierte Techniken und Technologien. Die Beschäftigung mit AAL befindet sich in Deutschland noch in den Anfängen. Es fehlt an qualifizierten Experten, die Konzepte entwickeln und umsetzen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt rund 5 Millionen Euro für insgesamt neun förderungswürdige Projekte, die sich mit Aus- und Weiterbildung im Bereich AAL befassen, zur Verfügung – eines dieser Forschungsprojekte verantwortet die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft.

Ausbildung von AAL-Fachleuten

Seit März 2012 bietet die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft als erste Hochschule in Deutschland den „Bachelor Gesundheitstechnologie-Management (B. A.)“ als Fernstudium an. Studierende eignen sich berufsbegleitend und zeitlich flexibel alle Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine Tätigkeit an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und technischer Entwicklung an. AAL ist ein Schwerpunkt des Studiengangs.
„Wir alle wissen, unsere Gesellschaft wird immer älter und das Verhältnis alt zu jung verlagert sich zu Gunsten der ‚Alten‘. Irgendwann wird unsere Gesellschaft die Pflege von älteren Menschen und Hilfebedürftigen nicht mehr leisten können. Es braucht Alternativen und Strategien, die ein selbstbestimmtes Leben im Alter in den eigenen vier Wänden ermöglichen“, beschreibt Prof. Dr. Elmar Erkens, Dekan Technologie und Logistik an der APOLLON Hochschule, die Zukunftsprognosen. Er entwickelte gemeinsam mit Studiengangsleiter Prof. Dr. Kurt Becker den „Bachelor Gesundheitstechnologie-Management (B. A.)“. AAL ist deshalb auch ein Schwerpunkt des neuen Studiengangs, da es in Deutschland an Fachkräften auf diesem Gebiet fehlt und es im Bereich AAL bisher an ganzheitlichen Konzepten mangelt.

Bundesministerium fördert dezentrales Ausbildungskonzeptes der
APOLLON Hochschule

Um die bisher nur marginal untersuchten Inhalte des AAL wissenschaftlich fundiert in den neuen Studiengang aufnehmen zu können, initiiert die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft ein entsprechendes Forschungsprojekt „Wir möchten in unserer auf 3 Jahre ausgelegten Forschungsarbeit herausfinden, was ‚state of the art‘ in Bezug auf AAL ist und wie wir diese Erkenntnisse sinnvoll an unsere Studierenden weitergegeben können. Im Fokus steht für uns die Konkretisierung, Weiterentwicklung und vor allem die Aktualität unseres AAL-Schwerpunktes innerhalb des neuen Bachelor-Studiengangs. Wir bilden als derzeit einzige Fernhochschule in Deutschland Experten in AAL aus, die das aktuellste Know-how bundesweit anwenden können“, so Prof. Becker.
Diesen Ansatz fördert das BMBF und unterstützt die APOLLON Hochschule bei ihrem Projekt. Die dezentrale Ausbildung, die die Hochschule mit ihren Fernstudiengängen leisten kann, war eines der ausschlaggebenden Argumente für das BMBF, die APOLLON Hochschule zu fördern und somit die Wissensvermittlung auf dem Gebiet AAL bundesweit möglich zu machen.

Starke Partner für die Forschung

Die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft startet ihr Forschungsprojekt mit einer AAL-spezifischen Markt- sowie einer Lehrangebotsanalyse. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen entwickelt die APOLLON Hochschule gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, dem TMF e. V. und Scemtec Automation GmbH, neue Lehrkonzepte und aktuelle Inhalte.
Der TMF e. V., Dachorganisation medizinischer Forschungsverbünde, plant, die entwickelten Lehrmaterialien in seine „TMF School“ zu integrieren und dadurch sein Kompetenzprofil im Bereich AAL zu schärfen. Die Scemtec Automation GmbH – seit über zehn Jahren mit dem Healthcare- und AAL-Markt im Fokus aktiv – wird ein Schulungstool für Berater und Manager von AAL-Technologien entwickeln und im Rahmen des neuen Studiengangs der APOLLON Hochschule erproben.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft

Die 2005 in Bremen gegründete und staatlich anerkannte APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft gehört zur Klett Gruppe, einem der größten Bildungsanbieter in Europa. Derzeit bietet die Hochschule berufsbegleitende Fernstudien mit den Bachelor-Abschlüssen Gesundheitsökonomie (B. A.), Gesundheitslogistik (B. A.), Gesundheitstourismus (B. A.) und Gesundheitstechnologie-Management (B. A.) an. Ebenfalls neu angeboten wird der Bachelor Präventions- und Gesundheitsmanagement (B. A.). Außerdem stehen drei Master-Studiengänge zur Auswahl: Master Gesundheitsökonomie (M. A.), Master of Health Management (MaHM) sowie Master of Health Economics (MaHE). Wer kein komplettes Studium absolvieren möchte, kann sich zukunftsträchtige gesundheitswirtschaftliche Kompetenzen durch die APOLLON Hochschulzertifikatskurse aneignen. Hierfür müssen Interessenten keinerlei formale Voraussetzungen erfüllen. Die insgesamt 31 Kurse dauern zwischen einer Woche und acht Monaten.
Prüfungsorte sind neben Bremen auch München, Köln, Göttingen, Frankfurt am Main, Berlin, Stuttgart, Wien (Österreich) und Zürich (Schweiz).
Weitere Informationen:

TMF e.V.

Als Dachorganisation medizinischer Forschungsverbünde sorgt die TMF dafür, die Organisation und Infrastruktur medizinischer Forschung in vernetzten Strukturen zu verbessern. Sie unterstützt die Forscher dabei, die an verteilten Standorten entstehenden organisatorischen, rechtlichen und technologischen Probleme, die von der jeweiligen klinischen Fragestellung und Forschungsrichtung häufig unabhängig sind, zu identifizieren und gemeinsam zu lösen.
Weitere Informationen:

Scemtec Automation GmbH

Seit über zehn Jahren steht der Healthcare- und AAL-Markt im Fokus des Scemtec
Automation -LOC- Entwicklungsteams. Es entstehen dort intelligente Raum-, Sensor- und Gebäudesysteme für innovative ambulante und stationäre Pflegeprozesse. Zentraler Ausgangspunkt für die Entwicklung technischer Lösungen ist die Unterstützung der Bewohner, des Pflegepersonals und der besorgten Angehörigen.
Weitere Informationen:

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