Antrittsvorlesung: Prof. Dr. Svenja Taubner, Direktorin des Instituts für Psychosoziale Prävention

Seit gut einem Jahr hat das Zentrum für psychosoziale Prävention des Universitätsklinikums Heidelberg eine neue Leiterin. Jetzt hält Professor Dr. phil. Svenja Taubner ihre Antrittsvorlesung zum Thema „Mentalisierung als Schlüssel psychischer Gesundheit“. Zu der Veranstaltung am 10. Februar 2017 um 16 Uhr in der Alten Aula der Universität Heidelberg, Grabengasse 1 (Universitätsplatz), 69117 Heidelberg, sind Journalisten herzlich eingeladen.

Taubner, die zuletzt als Universitätsprofessorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt beschäftigt war, folgte auf Professor Dr. Manfred Cierpka, der nach 17 Jahren als Ärztlicher Direktor in den Ruhestand verabschiedet wurde. Mit dem Leitungswechsel erhielt das Institut – vormals Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie – auch einen neuen Namen: Institut für psychosoziale Prävention.

Ihre neue Aufgabe in Heidelberg hat Prof. Taubner mit viel Schwung begonnen: „Ich möchte das Institut nicht nur im Sinne von Prof. Cierpka weiterführen, sondern auch bestimmte Angebote im psychotherapeutischen und präventiven Bereich weiter entwickeln und neue Schwerpunkte setzen.“ Wie entwickelt sich psychische Gesundheit und wie kann diese erhalten werden? Wie wirken sich belastende psychosoziale Bedingungen auf das Erleben und Verhalten von Betroffenen aus? Wie können Fachkräfte im Gesundheitswesen Kompetenzen in der psychosozialen Prävention erwerben und anwenden? Und wie können Internet, Email und SMS für die Langzeitbetreuung und Rückfallprophylaxe bei Patienten in der Psychotherapie- und Versorgungsforschung genutzt werden? sind nur einige der aktuellen Forschungsfragen des Instituts.

Die bestehenden Therapie- und Beratungsangebote werden unverändert fortgeführt. So profitieren Patienten und ratsuchende Eltern z.B. von der Eltern-Säuglingssprechstunde (bei vermehrtem Schreien/unruhigem Verhalten des Säuglings, bei Schlafproblemen, Fütter- und Essverhaltensstörungen usw.) oder der Sprechstunde für ältere Paare im Übergang der Partnerschaft in das höhere Lebensalter. Neu ist die Sprechstunde für Jugendliche mit Störungen im Sozialverhalten wie Regel- oder Gesetzesübertretungen oder aggressivem Verhalten. „Ab März wird es eine vierte Sprechstunde für Eltern mit hoher psychosozialer Belastung geben, die im Rahmen einer Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie stattfindet“, so Prof. Taubner.

Und warum der Wechsel von Österreich nach Heidelberg? „Natürlich war es in Klagenfurt mit seinen vielen Seen und Bergen wunderschön, aber eben auch sehr weit weg von Familie und Freunden. Außerdem ist die Forschungsförderung in Österreich stark eingeschränkt, so dass die Voraussetzungen zum wissenschaftlichen Arbeiten nicht ideal sind.“ Daher musste Svenja Taubner, die 1973 in Nienburg an der Weser geboren wurde, verheiratet ist und einen vierjährigen Sohn hat, nicht lange überlegen, als der Ruf aus Heidelberg kam.

Podcast zum Thema: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=130224

Institut für Psychosoziale Prävention: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen.6247.0.html

Kontakt:
Professor Dr. phil. Svenja Taubner
Direktorin des Instituts für Psychosoziale Prävention
Universitätsklinikum Heidelberg
svenja.taubner@med.uni-heidelberg.de
Telefon: (+49) 06221-56-4700

Beruflicher Werdegang
Februar 1998 – April 2004: Mediatorin beim Täter-Opfer-Ausgleich Bremen e. V., Leitung der Sektion Ost
August 2002 – Januar 2006: Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Bremen, Bremer Institut für Theoretische und Angewandte Psychoanalyse, Prof. Ellen Reinke
Feb. 2006 – April 2009: Selbstständige Tätigkeit als analytische Psychologische Psychotherapeutin in Ausbildung.
Januar 2007 – Juli 2008: Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Ulm, Abteilung Psychosomatische Medizin, Prof. Horst Kächele
August 2008 – August 2013: Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Kassel, Institut für Psychologie, Prof. Heidi Möller
Oktober 2010 – August 2013: Juniorprofessorin für Entwicklungspsychopathologie an der International Psychoanalytic University Berlin
April 2012 – August 2012: Vertretungsprofessorin für Klinische Psychologie an der Universität Kassel, Institut für Psychologie (Vertretung für Prof. Benecke)
September 2012 – August 2013: Elternzeit
September 2013 – Dezember 2015: Universitätsprofessorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
Ab Januar 2016: W3-Professur für Psychosoziale Prävention und Direktorin des Instituts für Psychosoziale Prävention am Universitätsklinikum Heidelberg

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